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Gefängnis statt nebenberuflichem Zuverdienst

Bad Feilnbach - Auf der A8 war für einen Iraker Endstation: Die Bundespolizei beendete dessen illegalen "Beförderungsdienst", mit dem er sechs Ausländer einschleusen wollte.

Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Dienstag (29. April) auf der A 8 einen Iraker festgenommen. Er wird beschuldigt, sechs Personen, darunter drei Kinder, nach Deutschland geschleust zu haben. Nach ersten Erkenntnissen wollte er sich mit dem kriminellen „Beförderungsdienst“ etwas dazu verdienen. Doch daraus sollte nichts werden. Inzwischen befindet er sich in einer Haftanstalt.

Auf Höhe Bad Feilnbach zogen Bundespolizisten einen Pkw mit dänischer Zulassung aus dem Verkehr. Im Wagen waren insgesamt sieben Insassen. Am Steuer saß ein irakischer Staatsangehöriger, der sich mit einem dänischen Fremdenpass ausweisen konnte. Seine Mitfahrer hatten hingegen keine Papiere dabei. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich bei den drei Erwachsenen und drei Minderjährigen um Algerier und Syrer. Sie ließen sich zunächst von Libyen aus über das Mittelmeer nach Italien schleusen. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei bot der mutmaßliche Schleuser seine Dienste für mehrere hundert Euro unmittelbar vor einer Mailänder Flüchtlingsunterkunft an.

Der 44-Jähige erklärte, dass er wegen finanzieller Schwierigkeiten nach einer Zuverdienstmöglichkeit gesucht habe. Eine solche glaubte er mit den Fahrdiensten für Flüchtlinge, die nicht in Italien bleiben wollten, gefunden zu haben. Aus dem Zuverdienst ist allerdings nichts geworden. Der Mann wurde auf richterliche Anordnung hin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Während er sich in Untersuchungshaft befindet, ermittelt die Bundespolizei in Rosenheim wegen Einschleusens von Ausländern gegen ihn. Seine Mitfahrer wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorerst der Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Über ihren Verbleib in Deutschland wurde bislang noch nicht entschieden.

Pressemeldung Bundespolizei

Rubriklistenbild: © dpa

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