Flüchtlinge an der Autobahn rausgeworfen

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Bad Feilnbach - Die Bundespolizei stoppte sechs Flüchtlinge, die auf der Staatsstraße orientierungslos umherirrten. Ein illegaler Schleuser hatte sie einfach rausgeschmissen:

Die Bundespolizei hat am Sonntag, den 28. Juli, auf der Staatsstraße zwischen Bad Aibling und Bad Feilnbach sechs Personen in Gewahrsam genommen. Sie stammten aus Syrien, dem Irak beziehungsweise dem Iran. Keiner der sechs hatte Papiere für den Aufenthalt in Deutschland bei sich. Nach ersten Erkenntnissen wurden sie von einem Schleuser ins Land gebracht und an der A8 nahe der Anschlussstelle Bad Aibling ausgesetzt.

Ein aufmerksamer Bürger informierte am Sonntagmorgen die Polizei über eine mehrköpfige Personengruppe, die ihm bei Bad Feilnbach aufgefallen war. Rosenheimer Bundespolizisten fanden die sechs wie beschrieben vor. Ausweisen konnten sich die Männer nicht. Es handelte sich nach eigenen Angaben um drei Syrer, zwei Iraker und einen Iraner im Alter zwischen 27 und 17 Jahren. Sie erzählten, dass sie im Ladebereich eines Transporters von Italien aus nach Deutschland gebracht worden wären. Ihr Schlepper mit vermutlich arabischen Wurzeln habe sie dann irgendwann aufgefordert, das Fahrzeug zu verlassen. Von da an wären sie auf sich allein gestellt gewesen.

Die Iraker berichteten außerdem, dass sie sich für die illegale Tour nach Europa schon vor Wochen Schleusern anvertraut hätten. Für die Fahrten mit Lastkraftwägen und Bussen mussten sie pro Person zwischen 7500 und 9000 Dollar bezahlen. Trotz dieser hohen Beträge habe sie der Fahrer ihrer letzten Etappe zusammen mit den anderen dann einfach irgendwo ausgesetzt. Alle sechs stellten ein Schutzersuchen. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Die Rosenheimer Bundespolizei konzentriert ihre Ermittlungen derzeit auf die kriminellen Organisatoren dieser kostspieligen Schleusung.

Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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