Bundespolizei nimmt mutmaßlichen Schleuser fest

4000 Euro von Wien bis Dänemark

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Bad Feilnbach – Die Bundespolizei hat einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. In seinem Wagen beförderte der Iraker vier Syrer. 4000 Euro hatte die Familie ihm gezahlt:

Rosenheimer Fahnder kontrollierten in den frühen Morgenstunden die Insassen eines Pkw mit dänischer Zulassung auf Höhe Bad Feilnbach. Lediglich der Fahrer konnte sich mit seinem irakischen Reisepass und einem dänischen Aufenthaltstitel ausweisen. Seine vier syrischen Begleiter hatten keine Einreisepapiere dabei.

4000 Euro an eine Schleuserorganisation in Wien

Alle fünf Personen mussten den Bundespolizisten zur Dienststelle folgen. Dort gab der in Dänemark lebende Fahrer an, die syrische Familie zufällig an der Straße aufgelesen zu haben. Geld habe er für die Mitnahme bis Dänemark selbstverständlich nicht verlangt. Laut Angaben des 61-jährigen syrischen Familienoberhaupts hatte dieser allerdings für sich, seine Frau und seine beiden erwachsenen Töchter 4000 Euro an eine Schleuserorganisation in Wien gezahlt. Der irakische Fahrer habe sie daraufhin in Wien abgeholt und bis nach Dänemark bringen sollen.

Der 47-jährige Iraker wird sich wegen Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen. Der bei ihm aufgefundene Schleuserlohn von 700 Euro wurde beschlagnahmt. Nach Vorführung beim Haftrichter lieferten ihn die Bundespolizisten in die Justizvollzugsanstalt Traunstein ein. Die syrische Familie konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zugeleitet werden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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