Mit Nikab verschleiert

Muslim wollte das Foto seiner Frau nicht zeigen

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Bad Feilnbach - Hier hat die Bezeichnung Schleierfahnder eine andere Bedeutung bekommen: Polizisten kontrollierten auf der A8 einen VW-Bus - mit einigen Hindernissen.

Mit viel Einfühlungsvermögen lösten die Schleierfahnder am Ostersonntag einen „Glaubenskonflikt“. Die Polizisten hielten auf der Autobahn bei Bad Feilnbach einen VW-Bus mit serbischem Kennzeichen auf. Im Fahrzeug saßen sechs Personen, die dem äußeren Eindruck nach dem islamischen Glauben anhingen und diesen streng praktizierten.

Der Fahrer, ein 40-jähriger Serbe, legte für alle Insassen die Reisepässe vor, weigerte sich aber, den Ausweis seiner Frau auszuhändigen. Er zeigte das Dokument vor, aber verdeckte mit seiner Hand gezielt das Lichtbild. Sein Glaube, so die Begründung, ließe es nicht anders zu. Dies würde er auch mit allen Mitteln zu verhindern versuchen.

Seine Frau selbst saß im Fond des Fahrzeugs und war mit einem Niqab verschleiert , der das Gesicht fast vollständig bedeckte.

Den erfahrenen Polizisten war diese Situation nicht unbekannt und so fand man eine Lösung: Eine Polizistin wurde deshalb herbeigerufen. Ihr wurde der Pass freiwillig ausgehändigt und zugestanden, einen Lichtbildvergleich mit der Frau im Fahrzeug vorzunehmen, streng abgeschirmt von männlichen Blicken.

Es ergaben sich keine Beanstandungen. Die Serben konnten ihre Fahrt fortsetzen.

Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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