24 Flüchtlinge an der Autobahn aufgegriffen

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Bad Feilnbach - Der Strom der Menschen aus Ländern in Afrika und Nahost reißt nicht ab. Die Bundespolizei griff 24 unerlaubt Eingereiste an der A8 auf - darunter viele Minderjährige.

Die Bundespolizei hat am Dienstag, den 15. Juli, kurz hintereinander zwei mutmaßliche rumänische Schleuser auf der A8 festgenommen. Insgesamt haben die 24 und 29 Jahre alten Männer zwölf syrische Staatsangehörige unerlaubt ins Land gebracht. Beide sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

Rosenheimer Fahnder kontrollierten auf Höhe Bad Feilnbach die Insassen eines in Italien zugelassen Pkw. Nur der rumänische Fahrer konnte sich ausweisen. Seine vier syrischen Fahrgäste im Alter von 15 bis 31 Jahren waren ohne Ausweisdokumente unterwegs. Nur zehn Minuten später stoppte eine zweite Streife der Bundespolizei ein weiteres Fahrzeug mit italienischen Kennzeichen. Am Steuer des Vans saß ebenfalls ein rumänischer Staatsangehöriger. Der 24-jährige Fahrer beförderte allerdings gleich acht Syrer, darunter drei Kinder. Ausweisen konnte sich keiner der Mitgenommenen.

Ersten Ermittlungen zufolge wurden die in Italien lebenden Fahrzeugführer von einem Mittelsmann angeworben. Für ihre Fahrdienste kassierten sie pro Person bis zu 600 Euro. Ihre arabischen Mitfahrer hatten sie in Mailand aufgenommen und sich gemeinsam auf den Weg über Österreich nach Deutschland gemacht. Ziel der Reise sei letztlich Dänemark gewesen.

Die Bundespolizisten nahmen die mutmaßlichen Schleuser fest und führten sie dem Haftrichter vor. Mittlerweile haben beide ihre Untersuchungshaft in den Justizvollzugsanstalten Traunstein und München angetreten. Alle zwölf Geschleusten wurden der Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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