Festnahme einer rumänischen Bettlergruppe

Anzing - Eine Bettlergruppe aus Rumänien erweckte die Aufmerksamkeit der Polizeibeamten. Sie hatten sich als Opfer einer Flutkatastrophe ausgegeben und versucht, Geld zu erschwindeln.

Am Montagnachmittag ging bei der Polizei die Mitteilung ein, dass mehrere Bettler in Anzing versucht hatten, Geld zu erschwindeln. Daraufhin wurde eine siebenköpfige Gruppe rumänischer Staatsangehöriger von der Streife angetroffen. Die Personen führten so genannte „Bettelkarten“ mit, die sie den Bürgern vorzeigten. Auf diesen Karten stand, dass sie durch die Flutkatastrophe in Not gerieten und Haus und Hof verloren haben. Außerdem hätten sie vier Kinder zu versorgen und würden keine Arbeit finden. Diese Angaben entsprachen nur entfernt der Wahrheit, da sich in der Gruppe auch Minderjährige befanden, die natürlich noch keine vier Kinder haben.

Inwieweit diese Rumänen von der Katastrophe betroffen waren, konnte durch die Polizei nicht endgültig geklärt werden. Fest steht jedoch, dass sie sich als Touristen nach Deutschland begaben und deshalb keine Arbeit aufnehmen dürfen. Da das Betteln in vielen Fällen durch osteuropäische Hintermänner organisiert wird und diese sich dadurch erheblich an den Hilfsbedürftigen bereichern, besteht dafür ein gesetzliches Verbot. Die Rumänen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen aufgrund staatsanwaltschaftlicher Anordnung wieder entlassen. Eine Sicherheitsleistung, quasi eine Kaution, wurde aufgrund Mittellosigkeit nicht verlangt.

Auch wenn rumänische Bettler in der einheimischen Bevölkerung großes Mitleid erregen, ist eine gesunde Skepsis angebracht. In der Regel ist es besser, Geld an anerkannte Organisationen zu spenden, denn dann kommt dieses auch dort an, wo die Not am größten ist. Sollte man trotzdem der Mitleidsmasche erliegen, empfiehlt es sich, nur Nahrungsmittel zu verschenken. Auf keinen Fall darf man ausländische Bettler ohne Arbeitserlaubnis beschäftigen.

Pressemitteilung der Polizei Poing

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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