Jugendgefährdende Medien auf Flohmarkt

Burghausen - Zivilbeamte konnte auf einem Flohmarkt insgesamt zehn Datenträger mit schwer jugendgefährdenden Medienträgern sicherstellen. Die Verkäufer erwartet eine Anzeige.

Am vergangenen Samstag, den 6. August, entdeckten Zivilbeamte des Einsatzzuges Traunstein bei Kontrollen auf einem Flohmarkt in Burghausen insgesamt zehn nicht jugendfreie und zum Teil schwer jugendgefährdende Medienträger.

Drei Fieranten hielten sich meist aus Unwissenheit nicht an die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes bzw. hatten offensichtlich nicht bedacht, dass sie Erwachsenenfilme und -spiele in ihrem Sortiment hatten. Allesamt hatten sie Medienträger im Angebot, die nicht für Kinder und Jugendliche geeignet waren. Teilweise waren Filme und Spiele darunter, die von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien bereits auf den sog. „Index für besonders jugendgefährdende Medien“ gesetzt waren.

Die beanstandeten Medienträger wurden als Beweismittel sichergestellt. Die Händler hatten teilweise gar keine Ahnung, was sie da auf ihrem Flohmarktstand anboten und den meisten war die Rechtslage des Jugendschutzgesetztes sowie anderer zu beachtender Vorschriften nicht klar. Alle beanstandeten Händler erwartet nun ein Verfahren wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass es verboten ist auf Flohmärkten Waren, insbesondere Medienträger, anzubieten, die nur für Erwachsene gedacht sind. Selbst hergestellte Kopien von Filmen, PC-Spielen,, Musik-CD's u.ä. sind nicht legal! Bei Verkauf solcher Medien werden zwischenzeitlich hohe Strafen verhängt. Zudem kommen mögliche Schadensersatzforderungen der Hersteller auf den Inhaber solcher "Raubkopien" zu.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd - Operative Ergänzungsdienste

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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