Flüchtling hilft Landsmann bei Einreise

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Rosenheim - Mit einem irakischen Pass und einem italienischem Visum hat ein 27-Jähriger versucht, nach Deutschland einzureisen. Ein Landsmann hat versucht ihm zu helfen.

Am Dienstag haben Fahnder der Rosenheimer Bundespolizei im deutsch-österreichischen Grenzraum mehrere Personen festgenommen. Im EuroCity zwischen Kufstein und München kontrollierten die Beamten zwei irakische Staatsangehörige. Dabei wies sich der eine mit einem deutschen Flüchtlingsausweis, der andere mit einem irakischen Pass und einem Visum für Italien aus. Da dieses Visum nicht zum Aufenthalt in Deutschland berechtigt, zeigten die Bundespolizisten den 27-Jährigen wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise an. Bei einer ersten Befragung räumte sein 25-jähriger Begleiter ein, dem Landsmann geholfen zu haben. Als mutmaßlicher Gehilfe muss auch er sich strafrechtlich verantworten. Die Ermittlungen dauern laut Bundespolizeiinspektion Rosenheim an.

Seine italienische Aufenthaltserlaubnis wurde einem türkischen Staatsbürger auf der A8 zum Verhängnis. Zwar hätte das Dokument den 27-Jährigen generell berechtigt, nach Deutschland zu reisen, doch war es bereits vor mehreren Jahren abgelaufen. Auch der mitgeführte Verlängerungsantrag aus dem Jahr 2008 hinderte die Beamten nicht, dem Mann auf Höhe Anger die Freiheit zu entziehen. Nach Rücksprache mit den italienischen Behörden stellte sich heraus, dass er für Italien überhaupt keine gültige Aufenthaltsberechtigung besitzt. Für das anstehende Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise musste der Türke 100 Euro zahlen. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann zurückgeschoben.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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