Von der Autobahn ins Gefängnis

Kiefersfelden - Schleierfahnder kontrollierten einen 42-Jährigen auf der A93. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann so einiges auf dem Kerbholz hatte.

Der gefälschte Führerschein, den Schleierfahnder bei einem 42-Jährigen am Donnerstag feststellten, war noch das geringste Übel. Mehr als die hierfür zu erwartende Strafe dürfte den Mann aus dem Kreis Lausitz die Tatsache ärgern, dass er durch die Polizeikontrolle jetzt seine noch offene Haftstrafe aus einer Betrugssache antreten muss.

Die Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim hatten den auf der A93 Richtung Österreich fahrenden Fiat am späten Nachmittag einer Kontrolle unterzogen. Der Fahrer legte dabei einen tschechischen Führerschein vor, bei dem die Fahnder sofort stutzig wurden. Mit ihrem geübtem Blick konnten sie die Fahrerlaubnis als Totalfälschung entlarven. Den Grund für die Fälschung fanden die Beamten nach kurzer Zeit auch heraus. Dem Mann war bereits vor Jahren die Fahrerlaubnis gerichtlich entzogen worden.

Den größeren Brocken hatte der 42-Jährige aber zu schlucken, als ihn die Beamten wegen einer noch offenen Haftstrafe schließlich festnehmen mussten. Viereinhalb Jahre Haftstrafe wegen Betrugs hat der Mann noch zu verbüßen und ganz nebenbei bestand noch ein weiterer Haftbefehl aus dem Kreis Lausitz wegen Fernbleiben von einer gerichtlichen Hauptverhandlung in einer anderen Sache.

Die Fahrt gen Süden endete somit recht plötzlich in einer Kehrtwende Richtung Nordosten zur Verbüßung der Haftstrafe in einer Justizvollzugsanstalt.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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