Geheimnis um mysteriöses Fach gelüftet

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Haag - Die Polizei konnte mithilfe einer Anwohnerin einen Mysterium klären. Was sich zuerst anhörte wie ein spektakulärer Fall, war letztendlich nichts anderes als ein Spiel.

Eine verdächtige Beobachtung machte kürzlich ein Haager Bürger an einem alten Gemäuer im Ortsgebiet von Haag und teilte diese dann bei der Haager Polizeidienststelle mit.

Er hatte beobachtet, wie mehrfach Personen an einer verfallenen Mauer aus einem speziell in dieser eingerichteten Fach etwas herausnahmen und das Fach dann wieder mit Steinen abdeckten. Auch hatte er schon Leute beobachtet, die in das Fach etwas hineinlegten und dann das Fach wiederum mit Steinen abdeckten.

Bei der Überprüfung durch die Polizei ergab sich dann, dass tatsächlich aus der Mauer ein Ziegelstein entnommen war und dieses Fach mit Steinen zugedeckt war. Im Fach selbst befand sich eine allerdings „nur“ eine Filmdose mit Inhalt.

Zur weiteren Überprüfung wurde die Filmdose vorübergehend sichergestellt und unter besonderer Vorsicht geöffnet.

Bei der gründlichen Absuche der alten Mauer und der Sicherstellung der Filmdose waren auch Anwohner auf die polizeiliche Aktivitäten aufmerksam geworden. Bei eindringlicher Befragung einer sich vorsichtig annähernden Anwohnerin konnte die „angespannte Lage“ dann allerdings noch vor Ort entschäft und das Geheimnis um das Mauerfach gelüftet werden:

Es handelt sich dabei um sogenanntes „Geocaching“, eine sogenannte elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Mit Hilfe eines GPS-Senders oder auch mit Kartenmaterial kann das Versteck gesucht werden. In Letzterem befindet sich meist ein wasserdichter Behälter, in welchem sich ein Logbuch und verschiedene Tauschgegenstände befinden.

Jeder Finder trägt sich in das Logbuch ein und dokumentiert so seine erfolgreiche Suche. Er kann auch darin befindliche Sachen tauschen oder persönliche Daten hinterlassen.

Anschließend legt er den Gegenstand wieder an die vorherige Fundstelle zurück und vermerkt seinen Fund im Internet, so dass auch andere Personen und auch der ursprüngliche Verstecker die Geschehnisse um das Versteck mitverfolgen können. Für die Polizei zumindest war dies dann ein zwar anfangs mysteriöster, aber schließlich doch „geklärter Fall“.

Pressemitteilung Polizeistation Haag

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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