Jagdgewehr war hinter Rücksitz versteckt

Bad Feilnbach - Zunächst wirkte alles normal: Weder Fahrzeug- noch Ausweisdokumente waren zu beanstanden. Doch als die Fahnder die Rücksitzbank untersuchten, kippte die Stimmung:

In der Nacht von Montag auf Dienstag fiel den bayerischen Schleierfahndern der PI Fahndung Rosenheim ein Renault Laguna mit französischem Kennzeichen auf. Er befuhr die Autobahn A8 bei Bad Feilnbach in Richtung München.

Zunächst schien alles seine Ordnung zu haben. Der 64-jährige Franzose befand sich in Begleitung eines 19-jährigen Rumänen. Die Ausweis- und Fahrzeugdokumente waren nicht zu beanstanden. Der gute Anschein änderte sich schlagartig, als die Fahndungsspezialisten die Rücksitzbank ausbauten. Dort fand sich ein zerlegtes Jagdgewehr, sowie mehrere Schrotpatronen und Flintenlaufgeschosse. Weder für Waffe noch Munition konnte er eine Erlaubnisbescheinigung vorweisen. Seine Erklärung: „Ich war bei der Wildschweinjagd in Rumänien. Da nahm ich natürlich meine eigene Jagdwaffe mit. Da ich in Frankreich keinen Waffenschein benötige, müsste dies wohl auch in Deutschland so sein.“ Damit irrte sich der Franzose doppelt. Nach Deutschland hätte er weder Gewehr noch Munition mitbringen dürfen. Aber auch in seinem Heimatland bedarf es einer Registrierung, was er unterließ.

Warum er die Waffe versteckt unter der Rücksitzbank transportierte, wollte er nicht begründen. Die Polizeibeamten stellten die Jagdwaffe samt Munition sicher und brachten den Franzosen wegen Vergehens nach dem Waffengesetz zur Anzeige.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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