Afrikaner mit finnischen Pässen?

Großkarolinenfeld - Keine Chance hatten zwei junge Herren aus Somalia, die die Rosenheimer Bundespolizisten im Zug mit finnischen Ausweisen täuschen wollten:

Zwei Afrikaner wiesen sich am Mittwoch (4. April) bei einer Polizeikontrolle im Zug auf Höhe Großkarolinenfeld mit finnischen Reisepässen aus. Die Schleierfahnder hatten von Anfang an Zweifel an der Herkunft der „Skandinavier“. Beide wurden festgenommen.

In der Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei bestätigte sich der Verdacht der Beamten: Die Reisepässe der zwei Männer aus dem Nachtzug von Florenz Richtung München waren vollständig gefälscht. In Wirklichkeit handelte es sich nach Erkenntnissen der Ermittler um somalische Staatsangehörige, 24 und 25 Jahre alt. Eigenen Angaben zufolge musste der eine Somalier für die illegale Reise mit dem falschen Ausweis 5.200 Euro, sein Landsmann sogar 7.200 Euro an einen Schleuser zahlen.

Die Bundespolizisten zeigten die Männer wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung an. Das Rosenheimer Amtsgericht verurteilte die Flüchtlinge unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Verhältnisse jeweils zu 90 Euro Geldstrafe. Einer der beiden Verurteilten war in der Lage, seine Strafe zu begleichen. Er wurde einer Aufnahmestelle in München zugeleitet. Der andere konnte das Geld vorerst nicht aufbringen und musste eine 90-tägige Haftstrafe antreten.

Pressemeldung Bundespolizei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser