Hauptberuflicher Schleuser auf A8 erwischt

Bad Feilnbach - Die Bundespolizei hat am Montag den Wagen eines Italieners aus dem Verkehr gezogen. Im Auto befanden sich vier afrikanische Mitfahrer. Es war nicht seine erste Schleppertour.

Die Bundespolizei hat am Montag, den 25. November, auf der A8 den Wagen eines Italieners aus dem Verkehr gezogen. Im Auto befanden sich vier afrikanische Mitfahrer. Wie sich herausstellte, bestritt der italienische Fahrzeugführer mit Schlepperdiensten seinen Lebensunterhalt. Er wurde in Untersuchungshaft genommen.

Nahe Bad Feilnbach stoppten die Rosenheimer Bundespolizisten am Montag ein Auto mit italienischer Zulassung auf der A8. Abgesehen von dem aus Italien stammenden Fahrer konnte sich keiner der Insassen ausweisen. Nach eigenen Angaben handelte es sich um Eritreer im Alter zwischen 21 und 34 Jahren. Sie hätten sich gegen Bezahlung einer Schleuserorganisation anvertraut, um nach Europa zu gelangen. Der italienische Staatsangehörige beteuerte zunächst, mit Schleuserei nichts zu tun zu haben. Allerdings verwickelte er sich den Ermittlern der Bundespolizei gegenüber in Wiedersprüche. Schließlich musste er eingestehen, als Schleuser für die Etappe von Mailand nach Frankfurt tätig gewesen zu sein.

Im Verlauf der Ermittlungen fanden die Beamten sogar heraus, dass dies nicht die erste Schleppertour des 39-Jährigen war. Offenbar bestritt der arbeitslose Italiener mit dem Schleuserlohn in Höhe von 1200 bis 1500 Euro pro Fahrt seinen Lebensunterhalt.

Er wurde verhaftet und auf richterliche Anordnung hin in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Die Eritreer konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet werden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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