Höchste Aufklärungsquote der letzten zehn Jahre

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Wasserburg - Zum jährlichen Sicherheitsgespräch kamen die Bürgermeister der Dienstbereiche zusammen. Es wurde ein Blick zurück auf die Kriminalitäts- und Unfalllage des Jahres 2010 geworfen.

Von der PI Wasserburg waren der Dienststellenleiter, EPHK Brandt, sein Vertreter PHK Gottwald sowie PHK Niessner als Verkehrsexperte anwesend.

Für 2010 meldet die PI Wasserburg folgende Kriminalitätslage:

1405 Straftaten mussten 2010 bearbeitet werden. Dies war eine geringfügige Abnahme von 12 Fälle bzw. 0,8% gegenüber dem Vorjahr. Aufgeklärt wurden 922 Delikte. Mit einer Aufklärungsquote von 65,6% konnte die PI Wasserburg eine der höchsten Aufklärungsquoten der letzten 10 Jahre erreichen.

Gegenüber dem Vorjahr haben die Diebstähle insgesamt um 17,9% abgenommen. Ladendiebstähle und schwere Diebstähle gingen um 26,5% bzw. 29,0% zurück.

Einfache Diebstähle waren um 13,2% weniger zu verzeichnen. Es wurden mit 49 (Vorjahr 86) auch deutlich weniger Fahrräder entwendet. Diebstähle aus Pkw verringerten sich von 29 auf 21 Fälle (-27,6%). Die Gewaltkriminalität ist allerdings um 27% gestiegen. 141 (Vorjahr 137) vorsätzliche Körperverletzungsdelikte (plus 2,9%) und 83 (Vorjahr 51) gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte (plus 62,8%) kamen bei der PI Wasserburg zur Anzeige.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen von 8 auf 26 Anzeigen (plus 225%) zu. Als Grund ist hierfür u.a. ein ermittelter Einzeltäter anzuführen, gegen den mehrere Anzeigen wegen exhibitionistischer Handlungen erstattet wurden. Zudem waren 2 Straftaten gegen das Leben (Tötungsdelikte in Edling und Albaching) zu verzeichnen.

Ein teures Ärgernis bleibt der Vandalismus, auch wenn sich die Fälle von Sachbeschädigungen an Kfz von 116 auf 75 Straftaten (-35,3%) verringerten. Alle Sachbeschädigungen nahmen um 71 Fälle von 246 auf 175 ab. Es gelang jedoch einige Serien von Sachbeschädigungen, insbesondere das Anbringen von Graffiti, aufzuklären.

Zudem stiegen die Vermögens- und Fälschungsdelikte um 16 Fälle (=7,1%) auf auf 241 Fälle. Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden in 67 Fällen (Vorjahr 45) zur Anzeige gebracht.

Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich im Jahr 2010 auf 2.412 282 Euro.
Die Jugendkriminalität mit einem Anteil von 28,4% ist seit Jahren sehr hoch. Von den 704 ermittelten Tatverdächtigen waren 200 jünger als 21 Jahre. 538 der Täter waren männlich, 166 weiblich. Interessant ist auch die Tatsache, dass 51,4% der Tatverdächtigen ihren Wohnsitz in der jeweiligen Tatortgemeinde haben, 25,1% aus dem Landkreis Rosenheim und 22% aus dem übrigen Bayern stammten.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg am Inn

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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