Gefährlicher Transport aus Verkehr gezogen

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Der hollänische "Horror-Schwertransporter".

Bad Feilnbach - Die Polizei konnte einen holländischen Schwertransporter aus dem Verkehr ziehen, der sich bei der Kontrolle als schwarzes Schaf entpuppte.

Diesmal wurde ein holländischer Schwertransporter mit mehr als 50 Tonnen Gesamtgewicht einer Kontrolle durch Beamte des Schwerlasttrupps der Verkehrspolizei Rosenheim unterzogen.

Der Tieflader war mit einem ca. 25 Tonnen schweren Radbagger und einem ca. 2 Tonnen schweren Greifer beladen.

Der 51-jährige niederländische Kraftfahrer legte ein Begleitpapier zur Beförderung von Volders/Tirol nach Bremerhaven eine erforderliche Ausnahmegenehmigung für diese Strecke vor.

Bei der genauen Auswertung der Diagrammscheibe wurde jedoch von den Beamten festgestellt, dass diese Wegbeschreibung nicht vom Fahrer zurückgelegt wurde.

Der Geschwindigkeitsaufschrieb war typisch für die Wegstrecke auf der A 8 von Salzburg nach München.

Im Laufe der Vernehmung und mehrfachem Vorhalt, gab der Brummifahrer dann doch zu, den Radlader in Traunstein abgeholt zu haben um ihn zum Weiterverkauf nach Holland zu bringen. Somit fuhr der Schwertransporter ohne Erlaubnis auf der von ihm benutzten Landstrasse bzw. Autobahn. Ein vorgeschriebenes Begleitfahrzeug war ebenfalls nicht vorhanden.

Auch die weitere technische Überprüfung brachte ein erschreckendes Ergebnis:

Die Bremsanlage des 50-Tonnen Transporters war an zwei Achsen defekt, acht Reifen ohne jegliches Profil.

Die Ladungssicherung war dermaßen mangelhaft und gefährlich, dass dies allein schon zu einer sofortigen Unterbindung der Weiterfahrt reichte. Die Spanngurte waren zu alt, kaputt und auch falsch verzurrt.

Die Handbremse beim Auflieger war ohne jegliche Funktion.

Eine falsche Felge war montiert, defekte Achsen und starker Ölverlust wurden festgestellt.

Das Fahrzeug wurde sofort aus dem Verkehr gezogen. Die gravierenden Mängel müssen repariert und nachgewiesen werden.

Sowohl für die Schwertransportfirma wie für den Fahrer mussten hohe Sicherheitsleistungen hinterlegt werden und an die Behörde der erteilenden Ausnahmegenehmigung geht eine Nachricht über dieses „schwarze Schaf“.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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