Illegale Einreisen bleiben nicht ohne Folgen

Bad Reichenhall/Rosenheim - Die illegale Einreise nach Deutschland ist für mehrere Afghanen und Algerier nicht folgenlos geblieben.

Am Dienstag, 23. August, hat das Amtsgericht in Bad Reichenhall einen afghanischen Staatsangehörigen zu einer Bewährungsstrafe von einem Vierteljahr verurteilt. Fahnder der Bundespolizei hatten den 20-Jährigen ohne Geld und ohne Ausweis im Fernreisezug aus Salzburg festgestellt. Wie sich herausstellte, war er in der Vergangenheit bereits aus Deutschland abgeschoben worden. Mittlerweile musste er das Land verlassen. Sollte er wieder bei einer unerlaubten Einreise ertappt werden, wird der Afghane mit einem deutschen Gefängnis Bekanntschaft machen.

Eine junge Frau aus Afghanistan wurde von Schleierfahndern im Nachtzug auf Höhe Rosenheim festgenommen. Den Beamten entging nicht, dass sie mit gefälschten rumänischen Papieren unterwegs war. Zwar wurde die 18-Jährige inzwischen an eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge weitergeleitet, doch wird sie sich wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung verantworten müssen. Die Rosenheimer Staatsanwaltschaft ordnete an, dass sie 500 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren zu hinterlegen hat.

Auf der A8 endete für zwei Algerier die Fahrt Richtung München. Am Irschenberg nahmen die Fahnder die ausweislosen Männer wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise fest. Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei ergaben, dass sich der 25- und der 24-Jährige bereits in Österreich in einem Asylverfahren befinden. Beide müssen sich strafrechtlich verantworten. Das Miesbacher Amtsgericht ordnete ihre Inhaftierung an. Bis zu ihrer Zurückschiebung, lernen sie das Gefängnis in Stadelheim kennen – von innen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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