Geländetauglich? Geländetauchlich!

Stephanskirchen - Drei Geländewagen drehten in der Innmulde in Stephanskirchen ihre Runden als einer von ihnen bis zum Dach in einem der Weiher versank...

Am Samstag gegen 20.30 Uhr erreichte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidium Oberbayern Süd eine Mitteilung über drei Geländefahrzeuge, die in der Innmulde in Stephanskirchen umherfahren sollen. Der Mitteiler konnte beobachten, wie die drei Pkw der Marke Lada in der Flutmulde mehrere Runden drehten. Plötzlich versank einer der Pkw in einem der zahlreichen Weiher. Scheinbar hatte der Fahrer sein Wissen um das Gelände überschätzt und versenkte seinen Pkw in das ca. 2 m tiefe Wasser. Der Lada sank bis auf den Grund des Weihers. Der Fahrer schwamm zum Ufer, der Beifahrer rettete sich auf das Dach des Fahrzeugs.

Die sofort alarmierten Feuerwehren der Gemeinden Stephanskirchen und Leonhardspfunzen rückten mit 40 Mann und mehreren Einsatzfahrzeugen an. Außerdem waren 20 Mann des BRK und der Wasserwacht mit einem Schlauchboot im Einsatz.

Der Beifahrer musste so lange auf dem Autodach verharren, bis eine Rettung mittels Schlauchboot möglich war. Verletzt wurde bei diesem unnötigen Geländetest niemand. Der Pkw konnte schlussendlich mit einer Winde aus dem Weiher geborgen werden.

Auf alle drei Pkw-Lenker kommt nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige zu. Bei der Innmulde handelt es sich um ein Landschaftsschutzgebiet. Das Befahren mit Pkw ist untersagt. Ob aus dem Pkw Schmier- bzw. Treibstoff ausgetreten ist, konnte bislang nicht mit Sicherheit festgestellt werden, wird jedoch geprüft. Auf den „Veranstalter“ dieser Probefahrten kommen nun zumindest die Einsatzkosten von mehreren tausend Euro zu.

Pressemeldung Polizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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