Mit falschen Papieren durch Europa

Irschenberg/Rosenheim – Zwei Syrer hatten wohl geglaubt, mit gefälschten Papieren durch Europa reisen zu können. Doch diese Rechnung haben sie ohne die Schleierfahndung gemacht.

Raublinger Schleierfahnder haben diesem Vorhaben am Dienstagabend, 29. Oktober, auf der A8 ein Ende bereitet. Die Bundespolizei ermittelt gegen die Männer.

Nahe Irschenberg wurden die Beamten auf ein Auto mit griechischen Kennzeichen aufmerksam. Im Wagen waren zwei Personen, die sich mit mehreren Dokumenten auswiesen. Den Fahndern entging jedoch nicht, dass es sich zum Teil um Fälschungen handelte. Zwei internationale Führerscheine des Fahrzeugführers sowie die griechische Aufenthaltsgenehmigung des Beifahrers waren alles andere als echt. Auch in dessen syrischen Pass konnten Manipulationen festgestellt werden.

Bei der Rosenheimer Bundespolizei gestand der 58-Jährige ein, den verfälschten Pass zusammen mit der Nachbildung einer griechischen Aufenthaltserlaubnis von einem Schleuser in der Türkei gekauft zu haben. Für die Fälschungen musste der Syrer eigenen Angaben zufolge 3.000 Dollar zahlen. Er wurde zunächst einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in München zugeleitet. Ihn erwartet voraussichtlich schon bald ein Verfahren wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung. Sein Landsmann dagegen gab vor, nicht gewusst zu haben, dass mit den beiden Führerscheinen etwas nicht in Ordnung sei. Die Bundespolizisten zeigten den 50-Jährigen wegen Urkundenfälschung, Fahrens ohne Führerschein und Beihilfe zur illegalen Einreise an. Da er in Schweden gemeldet ist, durfte er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Heimreise antreten. Ohne eigene Fahrerlaubnis wird er auf alternative Reisemöglichkeiten angewiesen sein.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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