Schleuser auf A8 festgenommen

Bundespolizei beschlagnahmt Schleuserlohn

Irschenberg - Am Donnerstag hat die Bundespolizei auf der A8 zwei mutmaßliche Schleuser aus dem Verkehr gezogen. Den Schleuserlohn hatten die beiden Männer noch bei sich.

Sie werden beschuldigt, einen Syrer und einen Palästinenser illegal nach Deutschland befördert zu haben. Der Großteil ihrer mitgeführten Barmittel, darunter auch der Schleuserlohn, wurde einbehalten.

Bei Irschenberg zogen Raublinger Fahnder einen Wagen mit deutschen Kennzeichen aus dem Verkehr. Bei der Kontrolle wies sich der Fahrer mit einem italienischen Pass aus. Einer seiner Begleiter hatte einen deutschen Reiseausweis für Ausländer, stammt aber ursprünglich aus Syrien. Mit ihm saß ein 28-jähriger Landsmann auf der Rückbank, der einen syrischen Pass vorzeigte. Die Beamten erkannten sofort, dass das Gültigkeitsdatum verfälscht worden war. Der Beifahrer hatte keine Papiere dabei und gab an, Palästinenser zu sein. Der 28-Jährige und der Syrer mit dem verfälschten Pass wurden in Polizeigewahrsam genommen.

Die eingeschaltete Bundespolizei in Rosenheim zeigte beide wegen unerlaubter Einreise und den Syrer zusätzlich wegen Urkundenfälschung an. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Münchner Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Gegen die anderen beiden Männer, 62 und 34 Jahre alt, nahmen die Bundespolizisten Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern auf. Wie sich herausstellte, wohnen beide in Deutschland. Sie durften die Dienststelle wieder verlassen, nachdem sie zusammen 1.000 Euro als Sicherheit für die anstehenden Strafverfahren hinterlegt hatten. Weitere 1.000 Euro, die nach ersten Erkenntnissen als Schleuserlohn in Frage kommen, wurden beschlagnahmt.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenhei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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