Sattelzug durchbricht Mittelleitplanke

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Irschenberg - Am Dienstagabend, 19. Juni, ereignete sich auf der Salzburger Autobahn ein spektakulärer Lkw-Unfall. Abermals war nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache.

Den durch den Unfall entstandenen Gesamtsachschaden schätzt die Polizei auf über 50.000 Euro. Der Unfallverursacher wurde glücklicherweise nur leicht verletzt.

Gegen 20.40 Uhr befuhr ein 64-jähriger Augsburger mit seinem Sattelzug die Fahrbahn Richtung Salzburg. Kurz vor Ende der Gefällstrecke des Irschenberges bemerkte der Fahrer, dass er die örtlichen Straßen- und Witterungsverhältnisse falsch eingeschätzt hatte und in Anbetracht dessen seine Geschwindigkeit viel zu hoch war.

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Obwohl er noch versuchte das Gespann abzubremsen, geriet dieses in einer langgezogenen und regennassen Rechtskurve außer Kontrolle und krachte in die Mittelleitplanke. Die mit mehreren Tonnen Stückgut beladene Nutzfahrzeugkombination knickte ein und kam schlussendlich quer zur Fahrbahn auf der besagten Schutzeinrichtung zu stehen. Nur dem Zufall war es zu verdanken, dass keine anderen Verkehrsteilnehmer in das Hindernis krachten. Lediglich ein entgegenkommender Pkw aus dem Landkreis Erding wurde durch herumfliegende Fahrzeugteile leicht beschädigt.

Bevor das Unfallfahrzeug von einer Spezialfirma geborgen werden konnte, mussten von der alarmierte Feuerwehr mehrere hundert Liter Diesel abgepumpt werden. Zudem kümmerten sich die rund 40 freiwilligen Helfer der umliegenden Feuerwehren Irschenberg, Bad Aibling und Au bei Bad Aibling um die Absicherung der Unfallstelle und Reinigung der Fahrbahn.

Währender der rund vierstündigen Bergungs- und Reinigungsarbeiten mussten Teile der Fahrbahn für den Verkehr gesperrt werden. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens kam es aber zu keinen nennenswerten Behinderungen. Nachdem die nötigen Reparaturarbeiten an den beschädigten Autobahneinrichtungen noch in der Nacht von Mitarbeitern der Autobahndirektion Südbayern abgeschlossen wurden, konnte der Verkehr wieder freigegeben werden.

Die Verkehrspolizei Rosenheim appelliert in diesem Zusammenhang erneut an die Vernunft der Fahrzeugführer, die Geschwindigkeit an die örtlichen Straßen- und Witterungsverhältnisse anzupassen. Im Schadensfall haben die verantwortlichen Fahrzeugführer nicht nur mit den straf- oder bußgeldrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Immer wieder prüfen die Versicherungsgesellschaften in diesem Zusammenhang mögliche Regress- und Schadensersatzansprüche.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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