Bundespolizei vereitelt Schleusung

Irschenberg/Rosenheim - Seit dem Wochenende befindet sich ein pakistanischer Staatsangehöriger auf Anordnung des Miesbacher Amtsgerichts in Haft.

Die Bundespolizei hatte den unerlaubt eingereisten Mann zusammen mit seinem Fahrer auf der A 8 festgenommen. Die illegale Beförderung kam dem mutmaßlichen Schleuser teuer zu stehen. 3.800 Euro kassierten die Beamten vorab als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren ein.

Auf Höhe der Autobahnausfahrt Irschenberg zogen die Fahnder der Bundespolizei einen Pkw mit italienischer Zulassung aus dem Verkehr. Zunächst schien alles in Ordnung zu sein: Der Fahrzeugführer hatte einen pakistanischen Pass und eine italienischen Aufenthaltserlaubnis dabei. Sein Mitfahrer wies sich mit einem bulgarischen Ausweis aus. Den Rosenheimer Bundespolizisten war jedoch schnell klar, dass es sich bei dem Dokument um eine Fälschung handelte.

Im Auto fanden sie dann auch noch einen verfälschten bulgarischen Reisepass. Damit war die Fahrt Richtung München beendet. Der 31-jährige Fahrer wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in München musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 3.800 Euro hinterlegen, ehe er seine Rückreise nach Bologna antreten durfte. Sein Begleiter, wie sich herausstellte ebenfalls ein Pakistani, erhielt eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung und illegaler Einreise.

Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge befindet sich der 23-Jährige in Italien bereits in einem Asylverfahren. Das Amtgericht Miesbach ordnete die Zurückschiebehaft an, um die Rückkehr dorthin zu sicherzustellen. Um 400 Euro für sein zu erwartendes Verfahren „erleichtert“, wurde er vorerst in eine Münchner Haftanstalt eingeliefert.

Pressebericht Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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