Bundespolizei A8 Irschenberg

Österreichisches Taxi als Schleuserfahrzeug?

Irschenberg/Rosenheim -  Die Bundespolizei beschuldigte einen österreichischen Taxifahrer, als Schleuser für drei Syrer fungiert zu haben. Der Mann gab hingegen vor, von nichts gewusst zu haben.

Die Rosenheimer Bundespolizei ermittelt gegen einen Taxifahrer aus Österreich. Er wird beschuldigt, drei syrische Staatsangehörige eingeschleust zu haben. 1500 Euro nahmen ihm die Bundespolizisten bereits ab.

Beamte des Hauptzollamts München haben das Taxi mit Wiener Kennzeichen Donnerstagnacht, den 13. Februar, auf der A8 aus dem Verkehr gezogen. Offensichtlich missachtete der Fahrzeugführer zunächst die Signale, dem Zollfahrzeug zu folgen. Schließlich konnte der Zoll die Taxifahrt nahe Irschenberg beenden.

Im Wagen waren neben dem österreichischen Fahrer drei junge Männer, die sich nicht ausweisen konnten. Nach eigenen Angaben handelt es sich um syrische Staatsangehörige. Alle vier Personen wurden vorläufig festgenommen. Wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise beziehungsweise der Einschleusung nahm die eingeschaltete Bundespolizei die Ermittlungen auf.

Wie sich herausstellte, war im Burgenländischen Parndorf Fahrtbeginn. Gegen ein Entgelt in Höhe von 700 Euro sollte es nach München gehen. Die Hälfte des vereinbarten Preises musste bei Fahrtantritt gezahlt werden. Laut Fahrzeugführer kam das Treffen mit den drei Syrern ganz zufällig in einem Schnellrestaurant zustande. Er sei nicht davon ausgegangen, dass die drei keine Papiere hätten.

Die Bundespolizei geht inzwischen davon aus, dass der Chef des Wiener Taxiunternehmens nichts von der Tour des angestellten Fahrers wusste. Offenbar hatte der beschuldigte Taxler zumindest telefonischen Kontakt mit einem Verwandten der drei Syrer in Deutschland.

Auf Anordnung der Münchner Staatsanwaltschaft wurden die vorab kassierten 350 Euro eingezogen. Außerdem musste der gebürtige Araber 1150 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern hinterlegen. Anschließend durfte er die Rückreise nach Österreich antreten. Seine Fahrgäste wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser