Emmerting: Randale nach Faschingszug

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Emmerting - Ob Vermisstenanzeigen, Alkoholleichen oder doch Schlägereien - die Polizei hatte nach dem Faschingsumzug in Emmerting einiges zu tun.

Ein für die Polizei bemerkenswertes Bild bot sich nach dem Faschingumzug auf der Karrerwiese in Emmerting. Die Beamten stellten ein große Anzahl von Jugendlichen und Heranwachsenden fest, welche mehr als nur alkoholisiert und in Faschingsstimmung waren.

Auf dem Festplatz herrschte nach dem Ende des Umzugs statt eines freudigen Faschingstreibens eine alkoholbedingte aggressive Grundstimmung. Es dauerte nicht lange bis die Beamten zu der ersten Schlägerei direkt vor der Kirche gerufen wurden. Die beteiligten Personen haben sich bis zum Einschreiten wieder getrennt. Kurze Zeit später kam es zu einer Auseinandersetzung vor dem Toilettenwagen. Dort wurden mehrere Personen leicht verletzt. Eine Person musste durch die anwesenden Sanitäter behandelt werden. Er wurde nach Behandlung einer für ihn verantwortlichen Person übergeben. Gegen zwei Tatverdächtige wird ein Ermittlungsverfahren wegen gegenseitiger Körperverletzung geführt. Es wurde bei den Tätern jeweils ein Promillewert deutlich über 1,6 Promille festgestellt.

Vor dem Fahrzeug des BRK sammelten sich immer wieder Gruppen von Jugendlichen, bei denen es zu Handgemengen kam. Es wurde einige Personen ein Platzverweis für das Fest erteilt. Mehrmals wurde durch das frühzeitige Einschreiten der Polizei Schlägereien verhindert, indem sie gegen aggressive Personen Platzverweise aussprach. Gegen 18 Uhr ging bei der Polizei eine Mitteilung über einen Starkalkoholisierten im Treppenhaus neben der Sparkasse ein. Dort befand sich ein 27-jähriger, welcher sich vom BRK nicht helfen lassen wollte. Der Mehringer, welcher eigentlich schon durch die Polizei vom Fest ausgeschlossen wurde, musste durch die Polizei in Gewahrsam genommen werden. Wegen der starken Alkoholisierung wurde die Person ins KKH Burghausen zur Überwachung gebracht.

Gegen 18.25 Uhr kam es vor der Sparkasse erneut zu einer Körperverletzung. Es wurden zwei Jugendliche aus Unterneukirchen grundlos von zwei Unbekannten männlichen Personen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Beide mussten mit dem Krankenwagen ins KKH Altötting gebracht werden. Einer der Geschädigten verlor dabei ein Teil seines Eckzahns. Bei den Tätern handelte es um unmaskierte Personen. Beide ca. 25 Jahre alt. Einer trug eine weiße Lederjacke der andere eine schwarze Lederjacke und eine braune Mütze mit Ohrenschützern. Auf der weißen Lederjacke könnten sich nach der Tat Blutspuren befunden haben. Täterhinweise hierzu werden an die PI Altötting unter Rufnummer 08671 / 9644-0 erbeten.

Zwischenzeitlich wurde ein 17-Jähriger vermisst, nachdem er sich stark angetrunken im Eisbärenkostüm - aber ohne Schuhe - der Obhut der Großeltern entzogen hatte. Die zur Verkehrsregelung eingesetzte Feuerwehr beteiligte sich an der Suche nach dem vermissten Emmertinger. Er wurde glücklicherweise kurze Zeit später bei einem Freund schlafend aufgefunden.

Gegen 18.30 Uhr wurde durch eine weitere Streife eine 14-Jährige aufgegriffen, welche laut Angaben ihrer Freundin eine halbe Flasche Wodka getrunken hatte. Aufgefallen ist das regungslos liegengebliebene Mädchen Passanten, welche sie bis zum Eintreffen des Sankas in die anliegende Pizzeria verbracht haben. Das Mädchen musste ebenfalls ins Krankenhaus zur Ausnüchterung.

Gegen Ende wurde der Diebstahl einer Lautsprecherbox angezeigt. Dies stellte sich kurze Zeit später als Faschingsscherz einer befreundenden Bruderschaft heraus.

Pressemeldung Polizeiinspektion Altötting

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © pa

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