Kein „unbeschriebenes Blatt“

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Irschenberg -  Am Dienstagmorgen haben Beamte an der Autobahn zwischen Salzburg und München einen mutmaßlichen Urkundenfälscher entlarvt. Dabei allein ist es allerdings nicht geblieben.

An der Rastanlage Irschenberg unterzog die Rosenheimer Bundespolizei die Insassen eines in Frankreich zugelassenen Kleinbusses einer Kontrolle. Im Wagen saßen drei Männer. Zwei wiesen sich ordnungsgemäß mit ungarischen Pässen aus, einer hatte slowakische Papiere dabei. Den Beamten fiel auf, dass die Dokumente aus der Slowakei, ein Ausweis und ein Führerschein, glatte Fälschungen waren. Nach ersten Ermittlungen hat der mutmaßliche Urkundenfälscher tatsächlich ukrainische Wurzeln. Die Überprüfung seiner echten Personalien ergab, dass er aus polizeilicher Sicht kein „unbeschriebenes Blatt“ ist. Die Bundespolizeidirektion Stuttgart hatte gegen ihn wegen früherer Delikte bereits ein Einreiseverbot verhängt. Daher muss er sich nun nicht nur wegen Urkundenfälschung, sondern auch wegen unerlaubter Einreise verantworten.

Damit aber noch nicht genug: Da der 29-Jährige offenbar am Steuer saß, steht er im Verdacht ohne gültige Fahrerlaubnis gefahren zu sein. Ein verbotenes Einhandmesser, das er mitgeführt hatte, zog zudem eine Anzeige nach dem Waffengesetz nach sich. Schließlich offenbarte ein Blick in den Laderaum des Busses einen weiteren Verstoß. Das transportierte Gefahrgut, bestehend aus Lackfarben und Sauerstoffflaschen, war absolut unzureichend gesichert. Hierfür wurde ein Bußgeld in Höhe von 300 Euro erhoben. Wegen der anderen Tatvorwürfe beantragte die Münchner Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft. Der Beschuldigte kommt demnach nicht gleich wieder auf freien Fuß, denn er muss sich zunächst vor dem Haftrichter verantworten.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Symbolbild

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