Die wohl teuerste Taxifahrt der Geschichte

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Kiefersfelden/Rosenheim - Fünf Syrer versuchten mit einer 2.300 Euro teueren Taxifahrt illegal nach Deutschland einzureisen. Die Reise nahm jedoch ein ungeplantes Ende.

In der Nacht von Montag auf Dienstag, den 19. März, haben fünf vermeintliche Bulgaren versucht, auf illegale Weise in Deutschland Fuß zu fassen. Bei der Kontrolle ihrer Papiere an der A93 ließen sich die Schleierfahnder aber nichts vormachen. Die Bundespolizei ermittelt wegen Urkundenfälschung und Schleuserei. In der Nähe von Kiefersfelden zogen Raublinger Fahnder ein italienisches Taxi aus dem Verkehr. Fahrer war ein 55-jähriger Italiener, der Beifahrer war  dessen 23-jähriger Sohn. Ihre fünf Fahrgäste wiesen sich mit bulgarischen Ausweisen und Reisepässen aus.

Die Beamten ließen sich jedoch nicht hinters Licht führen. Sie erkannten, dass die Dokumente Fälschungen waren. Alle sieben Insassen mussten den Beamten zur Bundespolizei nach Rosenheim folgen. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich bei den zwei Frauen und drei Männern mit den gefälschten bulgarischen Papieren tatsächlich um syrische Staatsangehörige. Nach eigenen Angaben sind sie zwischen 17 und 55 Jahre alt. Für die organisierte Reise hätten sie pro Person mehrere tausend Euro an unbekannte Schleuser zahlen müssen. Ausgangspunkt der letzten Etappe sei Mailand gewesen. Dort stiegen sie in das Taxi, in welchem sie schließlich von der Polizei in Deutschland gestoppt wurden.

Nun müssen die Syrer wegen ihrer unerlaubten Einreisen und der Urkundenverstöße mit Strafanzeigen rechnen. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen werden sie voraussichtlich in einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge untergebracht. Der Taxiunternehmer und sein Sohn gaben sich ahnungslos. Es habe sie nicht interessiert, welche Fahrgäste sie beförderten. Den Mailändern sei lediglich wichtig gewesen, dass die Kasse stimme und der ausgehandelte Fahrpreis gezahlt würde – immerhin 2.300 Euro. Bevor die beiden die Rückfahrt nach Italien antreten durften, eröffneten die Bundespolizisten gegen sie jeweils ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern. Gegen die Hintermänner dieser Schleusung nahm die Rosenheimer Bundespolizei die Ermittlungen auf.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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