Polizei zieht Afrikanerinnen aus Reisebus bei Kiefersfelden

Mutter und Tochter auf der Flucht vor Zwangsheirat

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Kiefersfelden/Rosenheim - Am Montag entdeckte die Bundespolizei auf der Inntalautobahn A93 zwei Afrikanerinnen ohne gültige Papiere in einem Reisebus. Wie sich herausstellte flüchteten Mutter und Tochter vor einer Zwangsheirat. 

In den Morgenstunden kontrollierten Bundespolizisten auf der A93 bei Kiefersfelden die Insassen eines Reisebusses, der regelmäßig zwischen Mailand und München verkehrt. Zwei Somalierinnen hatten keine Papiere für die Einreise dabei. Erste Ermittlungen ergaben jedoch, dass die beiden beim Einstieg in Italien offenbar Dokumente vorgezeigt hatten. 

Daraufhin durchsuchten die Beamten den Bus. In der Bordtoilette fanden sie mehrere italienische Ausweise mit Lichtbildern der Frauen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich dabei um Fälschungen handelt. 

Flucht vor der Zwangshochzeit

In der Rosenheimer Dienststelle berichtete die 43-Jährige, dass ihre Tochter in Somalia mit einem deutlich älteren Mann verheiratet werden sollte. Deshalb hätten sie ihre Heimat verlassen. Die Dokumente und Bustickets für die Fahrt nach Deutschland, hatte die Mutter offenbar für 600 Euro in Italien gekauft. 

Die somalischen Staatsangehörigen baten bei der Bundespolizei um Schutz. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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