Grenzkontrolle zwischen Kiefersfelden und Rosenheim

Bosnier brachte Frau und fünf Kinder ins Land

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Kiefersfelde /Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Montag auf der Inntalautobahn einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen.

Der Bosnier brachte eine Verwandte mit ihren fünf Kindern illegal ins Land. Im Auto, den er dazu benutze, gab es keine Kindersitze. Die Reise sollte offenbar bis nach Frankreich gehen. Nahe Kiefersfelden unterzogen die Bundespolizisten die Insassen eines in Bulgarien zugelassenen Wagens einer Kontrolle. 

Der bosnische Fahrzeugführer konnte sich mit einer deutschen Aufenthaltsgestattung ausweisen. Bei den anderen Personen, die mit ihm fuhren, handelt es sich eigenen Angaben zufolge um Verwandte des Mannes. Diese führten keine Papiere mit. Die 33-Jährige Frau erklärte, dass sie mit ihren fünf Kindern im Alter von ein bis 13 Jahren von Italien aus bis nach Frankreich gelangen wollte. Drei weitere Kinder habe sie in Italien zurücklassen müssen, weil nicht mehr Personen in den Wagen gepasst hätten. 

Da die Bosnierin kein Interesse an einem Aufenthalt in Deutschland hatte, wurde ihr die Einreise verweigert. Sie musste mit ihren Kindern die Rückreise nach Italien antreten. Dort war sie, wie sich herausstellte, bereits von den zuständigen Behörden registriert worden. Ihr Fahrer bedauerte zwar, dass er die Kinder in dem Fahrzeug nicht ordnungsgemäß sichern konnte und auch nicht angeschnallt hatte, beteuerte jedoch, dass sich die Mitnahme eben so ergeben hätte. 

Der mutmaßliche Schleuser konnte die Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen. Auf den 31-Jährigen, der einen festen Wohnsitz in Berlin hat, kommt voraussichtlich schon bald ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern zu.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim 

Quelle: rosenheim24.de

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