Rollende "Zeitbombe" in Kirchensur

Tonnenschwere Stahlträger waren völlig ungesichert

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Kirchensur/Forsting - Während es bei Laserkontrollen bei den Autofahrern nur in Einzelfällen zu schweren Beanstandungen kam, zeigten sich die Lkw-Fahrer als erschreckende "Ausreißer":

Mehrere Geschwindigkeitsübertretungen mussten am Mittwoch bei Überwachungen der zulässigen Geschwindigkeit in den Ortschaften Kirchensur und Forsting festgestellt werden. Die meisten Auto-Beanstandungen bewegten sich bis auf wenige Ausnahmen im Verwarnungsbereich (bis 15 km/h zu schnell). Nur zwei Autofahrer wurden angezeigt und erhalten einen Punkt in Flensburg.  Die erschreckenden "Ausreißer" waren aber wieder einmal Lkw, deren Fahrer die Bundesstraße als Autobahn missbrauchten.

In Kirchensur wurde ein Lkw aus Österreich mit knapp 90 km/h gemessen. Bei der anschließenden kompletten Überprüfung wurde festgestellt, dass über 20 Tonnen Stahlträger/-rohe transportiert worden waren. Allein die Art der Verladung durch den Versender war schon derart sinnfrei und fern ab von jedem Ladungssicherungsverständnisses,dass der slowakische Fahrer gleich komplett auf jeden Versuch der Sicherung verzichtete. Sehenden Auges trat er aber trotzdem die Fahrt an. Der Sattelzug wurde sichergestellt und die Weiterfahrt unterbunden. Erst nach einer kostspieligen Neuverladung durch ein sachkundiges Schwertransportunternehmen wurde die Weiterfahrt gestattet. Da der Fahrer außerdem mehrfach ohne gesteckte Fahrerkarte gefahren war, musste in Absprache mit dem Bundesamt für Güterverkehr noch eine Kaution von über 2.000 Euro hinterlegt werden. Der verantwortliche Verlader wird sich ebenfalls verantworten müssen.

In Forsting wurde ein Lkw aus Rumänien genauer unter die Lupe genommen, nachdem er mit 70 km/h gemessen worden war. Auch hier wurden weitere erhebliche Überschreitungen bis 99 km/h auf der Bundesstraße festgestellt. Bei der Überprüfung der Lenk- und Ruhezeiten des rumänischen Trucker-Ehepaares wurde festgestellt, dass die Wochenruhezeiten systematisch und regelmäßig erheblich unterschritten werden. Auch hier wird das Bundesamt für Güterverkehr eingebunden und eine Kaution von1.000 Euro fällig.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg

Rubriklistenbild: © dpa

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