Polizeibilanz: Alkohol gilt als "Kavaliersdelikt"

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Altötting - Die Polizei setzte bei ihren Kontrollen den Schwerpunkt auf Alkohol und Geschwindigkeit. Die ernüchternde Bilanz: Für viele gilt Alkohol am Steuer noch als "Kavaliersdelikt".

Wie schon in den vergangenen Jahren kontrollierte die PI Altötting zusammen mit der PI Burghausen auch heuer wieder mit verstärktem Personal während der zurückliegenden Wochen den Straßenverkehr im Hinblick auf Alkohol und überhöhte Geschwindigkeit.

Wiewohl die Mehrheit der kontrollierten Verkehrsteilnehmer nicht zu beanstanden war und unbehelligt ihre Fahrt fortsetzen konnte, musste festgestellt werden, dass Alkohol am Steuer offensichtlich immer noch häufig als „Kavaliersdelikt“ gilt. So wurden insgesamt zehn Verkehrsteilnehmer mit Atemalkoholwerten jenseits der 1,1 Promille Grenze angehalten. In diesen Fällen wurde der Führerschein sofort sichergestellt und die Fahrer erwartet ein Strafverfahren.

Bei 28 Geschwindigkeitskontrollen handelten sich sieben Fahrer eine Anzeige mit Fahrverbot ein. Der erreichte „Spitzenwert“ lag hier bei 154 km/h anstatt der erlaubten 100. Auf 55 weitere Verkehrsteilnehmer kommt ein Bußgeldverfahren wegen überhöhter Geschwindigkeit zu. 159 Fahrer mussten gebührenpflichtig verwarnt werden.

Allgemein zeigt sich gerade im Bereich der schweren Trunkenheitsverstöße eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, dass Alkohol und Drogen in jeglicher Menge im Straßenverkehr nichts verloren haben. Diverse Promillewerte knapp unterhalb der Ordnungswidrigkeitsgrenze und drei sichergestellter Fahrzeugschlüssel, ehe sich der Fahrer betrunken ans Steuer setzte, zeigen eindeutig, dass diese einfache Regel noch nicht ins Bewusstsein aller Bürger vorgedrungen ist.

Pressemeldung Polizeiinspektion Altötting

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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