Polizei kontrollierte wegen "Dachschnee"

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Wasserburg - Zu den Pflichten eines Fahrers gehört es das Fahrzeug von Schnee zu befreien, sonst können unnötige Unfälle passieren. Die Polizei warnt vor vergessenem Dachschnee:

Morgens aufwachen, schnell noch einen Kaffee und dann unter Zeitdruck in die Arbeit! So oder so ähnlich lauteten die Kommentare vieler Verkehrsteilnehmer, die in und um Wasserburg am Montag Morgen zum Berufsverkehr durch Beamte der Polizei Wasserburg angehalten worden waren. Zu Beanstanden war neben vereisten, nur schlampig freigekratzten Scheiben, meist der „vergessene“ Dachschnee. Ob es nun reine Faulheit war oder fehlende Weitsicht ob der lauernden Gefahr, bleibt dahingestellt.

Dennoch: Zu den Pflichten des Fahrzeugführers vor Inbetriebnahme gehört auch, das Fahrzeug von Dachschnee und Eisplatten zu befreien, da durch aufwirbelnden oder abfallenden Schnee bzw. durch sich lösende und herabfallende Eisstücke eine Verkehrsbeeinträchtigung sehr wahrscheinlich eintreten wird. Schnee auf der sich erwärmenden Motorhaube kann z.B. nach vorne über die Scheinwerfer rutschen und die Sichtverhältnisse vor allem in der Dämmerung stark beeinträchtigen oder dem Fahrer die freie Sicht nehmen, wenn er durch den Fahrtwind aufgewirbelt gegen die Scheibe prasselt. Aber auch der Innenraum wird durch kräftiges Einheizen (und wer sitzt schon gerne im kalten Fahrzeug) erwärmt und damit auch der Dachhimmel.

In der Folge können größere Eis und Schneemengen auf dem entstehenden Wasserfilm herab rutschen, dem nachfolgenden Verkehr entgegenfliegen und zu riskanten Ausweichmanövern führen oder bei starkem Bremsen nach vorne über die Windschutzscheibe gleiten und dem Fahrer schlagartig die komplette Sicht nehmen.

Die allesamt einsichtigen Fahrzeugführer kamen an diesem Morgen mit einer Verwarnung davon, wenngleich Eiskratzen und Schneeräumen an Ort und Stelle angesagt war. Die Polizeiinspektion Wasserburg wird die Kontrollen in diese Richtung verschärfen. Der Bußgeldkatalog sieht Sanktionen von 25 Euro bis hin zu 120 Euro vor. Geld, das man sich durch Drehen um fünf Minuten am Wecker sehr leicht sparen kann.

Pressemeldung Polizeiinspektion Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser