Die Polizei warnt:

"Schockanrufer" trieben ihr Unwesen

Landkreis - Insgesamt 13 sogenannte Schockanrufe wurden am Samstag der Polizei gemeldet. In zwei Fällen waren die Betrüger mit ihrer Masche sogar erfolgreich!

Auf dem Programm reisender Betrüger standen am Samstag, 8. Februar, offenbar die Landkreise Altötting und Mühldorf. Insgesamt 13 sogenannte Schockanrufe mit Geldforderung, zwei davon leider auch mit Geldübergabe, wurden der Polizei gemeldet. Der Erfahrung nach dürften die Täter mittlerweile weiter gereist sein und andernorts ihr Glück versuchen.

Die Polizei rät: Lassen Sie sich nicht von falschen Ärzten, Polizisten oder Rechtsanwälten am Telefon zu einer Geldübergabe an der Haustüre überreden!

Vielfältig sind die Hiobsbotschaften, die über die meist russischsprachigen Opfer am Telefon hereinbrechen, wenn ein sogenannter „Schockanrufer“ am Apparat ist und sein Glück versucht. Er gibt sich als Arzt, Polizist oder Rechtsanwalt im Ausland aus und behauptet, dass Sohn/Tochter/Enkel jemanden im Verkehr oder sonst auf irgendeine Weise schwer verletzt habe und dringend Geld für eine Behandlung oder zur Abwendung einer Gefängnishaft notwendig sei. Derart geschockt hinterfragen viele Opfer dann nicht einmal den Umstand, dass ein Geldabholer noch während des Telefonats an der Haustüre klingelt und mehrere tausend Euro gleich mitnimmt. Erst danach, wenn die Gedanken wieder etwas geordneter sind, tauchen Zweifel auf und die Polizei wird verständigt.

So geschehen am Samstag, als allein aus Burgkirchen an der Alz der Polizei neun Fälle gemeldet wurden. Zweimal hatten die Täter hier Glück und erbeuteten mehrere tausend Euro mit ihren Lügengeschichten. „Der Sohn hat bei einem Treppensturz ein kleines Mädchen mitgerissen und schwer verletzt“ und „Die Schwiegertochter kommt wegen einem Verkehrsunfall mit schwerverletztem Kind ins Gefängnis, wenn nicht gezahlt wird!“ - lauteten die Geschichten. Auch aus Burghausen, Altötting und Waldkraiburg wurden Fälle gemeldet, wobei die Dunkelziffer sicherlich noch höher einzuschätzen ist.

Obwohl die Betrüger mit ihrer Masche immer wieder Opfer finden, ist die Entwicklung im Verhalten der Angerufenen überwiegend positiv zu sehen. Noch vor wenigen Monaten waren der Polizei nur die Fälle gemeldet worden, die zu einem finanziellen Verlust geführt hatten und dies meist mit großer Verspätung. Fahndungen waren so oft von Beginn an aussichtslos. Mittlerweile melden sich Angerufene schon recht zeitnah bei der Polizei, was Fahndungsmaßnahmen begünstigt.

In den zwei Burgkirchener Fällen mit Geldübergabe meldeten sich die Geschädigten leider erst Stunden nach der Tat. Die Ermittlungen hat zwischenzeitlich die Kriminalpolizeistation Mühldorf übernommen, die Hinweise oder Mitteilungen weiterer Geschädigter unter der Telefonnummer 08631/36730 entgegennimmt.

Die Polizei rät:

Lassen Sie sich nicht von falschen Ärzten, Polizisten oder Rechtsanwälten am Telefon zu einer Geldübergabe an der Haustüre überreden! Scheuen Sie sich nicht und rufen Sie sofort die Polizei.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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