Gegen Nigerianer und Syrer wird nun ermittelt 

Schleuser auf der A8 und A93 festgesetzt

Kiefersfelden/Irschenberg/Rosenheim - Bei Grenzkontrollen am Wochenende auf der A8 und der A93 hielt die Polizei unabhängig von einander einen Syrer und einen Nigerianer an. Beide versuchten Flüchtlinge nach Deutschland zu schleusen. 

Im Rahmen der Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn überprüften die Rosenheimer Bundespolizisten am Sonntag drei Insassen eines in Deutschland zugelassenen Autos. Der Fahrer, ein 41-jähriger nigerianischer Staatsangehöriger, wies sich mit einer deutschen Aufenthaltsgenehmigung aus. Seine Mitfahrer, 32 Jahre und 43 Jahre alt, legten den Beamten zwar ebenfalls gültige Papiere vor, jedoch stellte sich schnell heraus, dass diese Dokumente nicht auf die zwei Afrikaner ausgestellt waren. Alle drei Personen wurden festgenommen

Der Fahrzeugführer wird der Schleuserei beschuldigt. Seine Begleiter stehen jeweils im Verdacht, fremde Ausweispapiere missbraucht zu haben und unerlaubt eingereist zu sein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Fahrer die Heimreise antreten. Er hat in Niederbayern einen festen Wohnsitz und muss mit einem Strafverfahren rechnen. Die Geschleusten werden Deutschland voraussichtlich schon bald wieder verlassen müssen. 

Schleusung, gefälschte Papiere, Fahren ohne Erlaubnis

Bereits einen Tag zuvor stoppten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim auf der A8 in Richtung München nahe Irschenberg ein Fahrzeug mit deutschen Kennzeichen. Der Fahrer, ein Syrer mit deutscher Aufenthaltserlaubnis, beförderte vier Landsleute, die keine Papiere mitführten. Bei der Kontrolle erkannten die Fahnder außerdem, dass der 28-jährige Fahrzeugführer eine verfälschte syrische Fahrerlaubnis und die Fälschung eines internationalen Führerscheins ausgehändigt hatte. Ersten Erkenntnissen zufolge ist er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. 

Während die vier syrischen Mitfahrer von der Rosenheimer Bundespolizei an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet wurden, musste der Fahrer trotz festen Wohnsitzes in Südwestfalen auf Anordnung des Münchner Amtsgerichts die Untersuchungshaft antreten. Ihm wird das Einschleusen von Ausländern, Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser