Polizei wird von Hausbewohnern angegangen

Landkreis - Polizeibeamte wurden am Montagnachmittag in ihrer Arbeit behindert, als sie in einem Mehrfamilienhaus einen Beschluss vollziehen wollten. Es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen mit Hausbewohnern.

Die Beamten waren mit einem Beschluss des Amtsgerichts Rosenheim in dem Mehrfamilienhaus in einer Gemeinde im nördlichen Landkreis Rosenheim und suchten einen Bewohner. Aus einer Nachbarwohnung meldete sich eine sehr aufgebracht wirkende Frau zu Wort. Die Eigenschaft der zivilen Polizeibeamten anzweifelnd, ließ sich die Frau jedoch auch nach Vorlage von Dienstausweisen und dem Erscheinen uniformierter Kräfte nicht beruhigen. Einer Identitätsfeststellung verweigerte sie sich und fing stattdessen an, die Beamten zu schubsen. Mit weiteren Familienmitgliedern, es waren der Ehemann und die Eltern der Frau hinzugekommen, kam es ebenfalls zu Rangeleien.

Letztendlich mussten drei Personen gefesselt werden. Erst nachdem sich die Gemüter beruhigt hatten, konnten die Personalien festgestellt und die Handschellen wieder gelöst werden. Die gesuchte Person indes wurde nicht aufgegriffen.

Bei dem Einsatz erlitt eine Beteiligte eine Art Panikattacke, weswegen von der Polizei ein Rettungswagen angefordert wurde. Ein Beamter wurde am Arm verletzt und musste behandelt werden.

Gegen die beteiligten Personen wird wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Die Sachbearbeitung hat die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim übernommen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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