Fast jeder zweite Lkw mit Mängeln

Altötting - Fast jeder zweite Lkw hatte bei einer Kontrolle an der B299 auf Höhe Altötting Mängel: mehrfach war die tonnenschwere Ladung nicht gesichert oder wurden Lenkzeiten überschritten.

Am Montag in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr,führte der Einsatzzug Traunstein auf der B299 auf Höhe Altötting eine Lkw-Kontrolle durch. Während dieser Kontrolle mussten mehrere Brummifahrer beanstandet und angezeigt werden. Gleich der erste kontrollierte "König der Landstraße" fiel durch seine nicht vorhandene Ladungssicherung auf. Der 50j-ährige Münchener hatte 13 Tonnen Fahrzeugachsen ohne jegliche Sicherung auf der Ladefläche transportiert, was eine massive Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit bedeutet. Bis dieser Umstand geändert wurde, wurde seine Weiterfahrt unterbunden.

Ein 28-jähriger Lkw-Fahrer aus Rottweil wurde angezeigt, da er in den letzten 28 Tagen an zwei Tagen praktisch keine Ruhezeit eingebracht hatte und somit ohne nennenswerten Schlaf jeweils 24 Stunden durchgefahren war.

Bei einem 30-jährigen Österreicher wurde festgestellt, dass zwei Bremsscheiben seines Sattelaufliegers komplett durchgerissen waren. Die Fahrt war somit für den Österreicher vorbei. Erst nachdem der Schaden in einer Fachwerkstatt repariert wurde, konnte er seine Fahrt fortsetzen. Ein 31-jähriger Brummifahrer aus München fuhr gänzlich ohne Aufzeichnungen. Seine Fahrerkarte für das digitale Kontrollgerät seines Lkw steckte er einfach nicht in das Kontrollgerät. Zudem konnte er ebenfalls für die gesamte letzte Woche keinerlei Aufzeichnungen, gemäß dem Fahrpersonalrecht, vorweisen.

Ein 48-jähriger Tscheche nahm es ebenfalls mit der Ladungssicherung nicht so ernst und transportierte mehrere Tonnen Schallungszubehör ohne wirkungsvolle Sicherung. Der Tscheche war der dritte im Bunde, der die Fahrt an der Kontrollstelle vorzeitig beenden musste. Ein 45-jähriger Kraftfahrer aus München wollte für seine Tour anscheinend einen neuen Zeitrekord aufstellen. Die Auswertung seines Kontrollgerätes förderte mehrere erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen zu Tage. Zwei Lkw-Fahrer hatten Glück im Unglück und kamen mit einem Verwarngeld davon.

Abschließend muss resümiert werden, dass bei mindestens jedem zweiten kontrollierten Lkw ein Verstoß oder Mängel festzustellen war.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd/Operative Ergänzungsdienste

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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