Ein frei erfundener Wildunfall

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Maitenbeth - Zwei Freunde hatten zu tief ins Glas geschaut, um noch zu fahren. Mit einem Lügenmärchen wollten sie das vertuschen, nachdem sie einen Unfall gebaut hatten.

Am Mittwoch, 8. Mai gegen 4.30 Uhr, rief ein 26-jähriger Kraiburger bei der Einsatzzentrale an und meldete, dass er auf der B12 bei Maitenbeth einem Reh hätte Ausweichen müssen, deshalb mit seinem Auto die Leitplanke touchiert hätte und nun nicht mehr weiterfahren könne.

Das Auto würde mit dem Heck halb in die Straße ragen. Der Kraiburger rief von zu Hause aus an, wollte aber wieder an die Unfallstelle zu seinem Fahrzeug kommen. Eine Streife der Polizeiinspektion Waldkraiburg machte sich auf den Weg, um das Fahrzeug zu suchen.

Der vorgefundene Wagen war komplett auf der rechten Seite eingedrückt, der Außenspiegel gebrochen und das rechte Vorderrad fehlte. Der Standort des Autos konnte seitens der Polizei als Unfallörtlichkeit ausgeschlossen werden. Der zwischenzeitlich auch wieder an seinem Auto eingetroffene Kraiburger konnte sich aber nicht mehr an die Unfallörtlichkeit erinnern.

Er machte zudem weitere widersprüchliche Angaben. Da der Verdacht bestand, dass der junge Mann unter Alkoholeinfluss stand, wurde ein Alkotest durchgeführt, dessen Wert weit über der erlaubten Promillegrenze lag. Letztendlich konnte ermittelt werden, dass er am Vortag mit einem Freund, einen 24-jährigen Aschauer, um 23 Uhr mit dem Auto in Richtung München gefahren war.

Daraufhin wurde der besagte Freund aus Aschau von einer weiteren Streife zu Hause abgeholt und zur Dienststelle verbracht. Nach einigem Nachfragen und weiteren Ermittlungen klärte sich auf, wie es zu dem Unfall kam.

Beide hätten ein paar Bier getrunken und sind dann nach München aufgebrochen, wobei der Kraiburger am Steuer saß. Auf der Autobahn bei Forstinning touchierte das Fahrzeug dann die dortige Leitplanke. Das Fahrzeug kam zum Stehen.

Nach diesem Vorfall tauschten die beiden Ausflügler dann die Plätze, so dass nun der Aschauer das Fahrzeug weiter führte. Auf der sogenannten Traumstraße bei Aschau konnten die beiden wegen dem kaputten Vorderrad nicht mehr weiterfahren und ließen das Fahrzeug dann dort stehen.

Beide kamen dann per Anhalter nach Hause. Aufgrund der bei den Beiden durchgeführten Alkotests und den daraus resultierenden Werten, wurde jeweils eine Blutentnahme angeordnet. Weiterhin wurden die Führerscheine der beiden sichergestellt.

Polizeiinspektion Waldkraiburg - Pressemitteilung

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © TimeBreak21

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