Mehrere Urkundenfälscher festgenommen

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Rosenheim / Umland - Die Bundes- und Landespolizei überprüfte die Pässe im deutsch-österreichischen Grenzraum genau. Hierbei deckten die Fahnder mehrere unerlaubte Einreisen auf.

Am Mittwoch haben Rosenheimer Schleierfahnder im Nachtzug von Rom nach München einen Georgier festgenommen. Der 39-Jährige zeigte bei der Kontrolle einen bulgarischen Ausweis. Die Polizisten erkannten, dass sein Bild nachträglich eingefügt worden sein muss. Demnach war die Urkunde für eine ganz andere Person ausgestellt worden. Wie sich herausstellte, lag gegen den Mann ein Abschiebehaftbefehl vor. Offensichtlich hatte er sich deshalb mit mehreren gefälschten italienischen und bulgarischen Dokumenten ausgestattet. Die Rosenheimer Bundespolizei, die bei unerlaubten Einreisen ermittelt, zeigte ihn wegen Urkundenfälschung an. Der zuständige Richter hat Untersuchungshaft angeordnet.

Erst wenige Tage zuvor hat die Bundespolizei im Zug zwischen Freilassing und Rosenheim einen Algerier aufgegriffen, der sich mit einem spanischen Pass ausgewiesen hatte. Der 26-Jährige verstand allerdings kein Wort Spanisch. Seinen Pass entlarvten die Beamten als Fälschung. Er erhielt eine Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung. Zur Sicherung des Strafverfahrens musste er 300 Euro zahlen. Auf richterliche Anordnung hin wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, wo er auf seine Zurückschiebung nach Österreich wartet.

Auch im Revier Lindau, das zur Bundespolizeiinspektion Rosenheim gehört, deckten die Beamten eine Urkundenfälschung auf. Ein junger Albaner wies sich Anfang der Woche am Lindauer Bahnhof mit einer bulgarischen Identitätskarte aus. Schnell erhärtete sich der Verdacht der Bundespolizei, dass es sich um eine Urkundenfälschung handelt. Der 22-Jährige wurde festgenommen und angezeigt.

Bereits vergangene Woche hatten sich im Zug zwischen Kufstein und München vier afghanische Staatsangehörige im Fahndungsnetz verfangen. Sie wiesen sich ebenfalls mit falschen bulgarischen Ausweisen aus. Alle vier wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Obhut einer Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge anvertraut.

Im Monat Februar erfasste die Bundespolizeiinspektion Rosenheim bislang acht gefälschte bulgarische Urkunden. Die Ermittlungen zu möglichen Fälscherwerkstätten und den Hintergründen der illegalen Einreisen dauern an.ion

Pressemmittelung der Polizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © PI Rosenheim

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