Menschenschleuser von Polizei festgenommen

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Raubling/Rosenheim – Ein Italiener hat am Mittwoch vier Personen mit einem Auto über die österreichische Grenze nach Deutschland gebracht. Die Polizei fasste ihn auf der A93.

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ermittelt nun wegen Einschleusens von Ausländern.

Wie die Bundespolizei aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt bekanntgab, fand die mehrmonatige Reise der vier Männer auf Höhe Raubling ihr Ende. Bei der polizeilichen Überprüfung konnten sie sich nicht ausweisen. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um Palästinenser. Sie wurden wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise festgenommen. Ihren Fahrer, ein 38-jährigen Italiener, nahmen die Beamten wegen des Verdachts der Einschleusung ebenfalls in Haft.

Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass die vier unerlaubt Eingereisten aus dem Nahen Osten stammen und sich in Italien von einem Autofahrer mitnehmen ließen. Sie wollen für ihren Transport durch halb Europa jeweils zwischen 5000 und 6000 Euro gezahlt haben.

Zwei von ihnen stellten ein Schutzersuchen und wurden der Obhut der Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge anvertraut. Die anderen beiden illegal Eingereisten hatten bereits in Bulgarien Asyl beantragt und gingen daher zur Sicherung ihrer Zurückschiebung in Haft. Der italienische Fahrzeugführer wurde auf Beschluss des Rosenheimer Amtsgerichts in Untersuchungshaft genommen.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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