Minderjährige Afghanen geschleust

Kiefersfelden - Die Bundespolizei griff vier Afghanen im Alter von 14 bis 16 Jahren auf. Ihre Familien hätten tausende von Euro für die Schleusung gezahlt, berichteten sie.

Am Mittwochnachmittag des 2. Novembers hat die Rosenheimer Bundespolizei im Zug von Mailand nach München vier minderjährige Afghanen angetroffen. Die Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren saßen in verschiedenen Zugabteilen. Sie konnten sich nicht ausweisen. Auf Höhe Kiefersfelden überprüften die Fahnder die Jugendlichen. Da keiner von ihnen einen Pass oder Aufenthaltstitel vorzeigen konnte, nahmen die Beamten sie in Gewahrsam.

In der Dienststelle der Bundespolizei gaben die vier an, vor rund zwei Monaten aus Afghanistan geflohen zu sein. Familienangehörige hätten für die Flucht über die Türkei und Griechenland pro Person bis zu 4.500 Euro an eine Schleuserorganisation zahlen müssen. In Innsbruck habe ihnen ein Schleuser die Zugtickets nach Deutschland gekauft. Von dort aus seien sie dann allein im Fernzug Richtung München weitergereist. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 16-Jährige der Obhut einer Münchener Flüchtlingseinrichtung anvertraut. Um seine jüngeren Begleiter kümmern sich Mitarbeiter des Rosenheimer Jugendamts. Die Bundespolizei hat gegen die unbekannten Schleuser die Ermittlungen aufgenommen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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