So oft schepperte es im letzten Jahr

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Mühldorf - Im letzten Jahr krachte es zahlreich auf den Straßen in Mühldorf und Umgebung. Die Polizei hat nun die Statistik für 2014 vorgestellt. Wo es genau "brennt":

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Mühldorf (ohne Autobahn A94) ereigneten sich insgesamt 1622 (im Jahr 2013: 1539) Unfälle. Sie gliederten sich in 213 (215) Unfälle mit Personenschaden, 372 (319) Unfälle mit schwerwiegendem Sachschaden und 1037 (1005) Kleinunfälle, allein davon 619 (612) Wildunfälle.

Die Gesamtzahl der von der Polizei aufgenommenen Verkehrsunfälle stieg um etwa fünf Prozent. Erfreulicherweise sind die Unfälle mit Personenschäden auf dem niedrigsten Stand seit langer Zeit. Sowohl die Kleinunfälle mit circa drei Prozent als auch die Verkehrsunfälle mit Sachschäden (16 Prozent) nahmen dagegen zu. Eine ähnliche Tendenz ist auch bei den Zahlen für den Landkreis Mühldorf am Inn zu erkennen.

Die Zahl der bei einem Verkehrsunfall verletzten Personen, sowohl Schwer- als auch Leichtverletzte, sank um drei Prozent.

Leider kamen im Jahre 2014 drei Personen bei Verkehrsunfällen im Dienstbereich der Polizeiinspektion Mühldorf am Inn ums Leben. Im Jahre 2013 wurde mit zwei Verkehrstoten der niedrigste Stand seit Beginn der Zählungen erreicht. Insgesamt wurden sieben Personen im Landkreis bei Verkehrsunfällen getötet. Auch dies sind so wenige, wie nie zuvor. Dennoch ist jeder Tote im Straßenverkehr einer zu viel, weshalb die Polizeiinspektion Mühldorf am Inn auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Bekämpfung der Hauptunfallursachen legen wird.

Bei zwei Schulwegunfällen wurden zwei Kinder -eines schwer, eines leicht- verletzt.

Der unfallträchtigste Tag im Jahr 2014 war diesmal der Donnerstag, gefolgt vom Freitag. Zwischen 13 und 16 Uhr „krachte“ es überdurchschnittlich oft.

Die fünf Hauptunfallursachen im Jahr 2014 waren:

  • 288 x Fehler beim Abbiegen, Wenden, Ein- und Anfahren, Rückwärtsfahren
  • 118 x Nichtbeachten des Rechtsfahrgebotes
  • 111 x ungenügender Sicherheitsabstand
  • 94 x Nichtbeachten der Vorfahrt oder des Vorranges
  • 56 x nichtangepasste Geschwindigkeit, allerdings wurden allein bei diesen Unfällen 54 Personen verletzt.

Bei 29 Fällen war der Fahrzeugführer alkoholisiert, einmal stand ein Fahrer unter Drogeneinfluss, 17 Personen wurden hierbei verletzt.

Nach wie vor ein Problembereich sind die Verkehrsunfallfluchten. Ein Fremdschaden über 50 Euro tritt sehr schnell ein und ist unter Umständen auch nicht sofort erkennbar. Anstatt zu warten und gegebenenfalls die Polizei zu verständigen, fahren die Verursacher weg. Im Dienstbereich ereigneten sich 275 (216) Unfälle, bei denen sich der Verursacher unerlaubt vom Unfallort entfernte, in vielen Fällen handelte es sich um Parkrempler auf den Parkplätzen der Großmärkte oder in den Innenstädten. In erster Linie durch die Mithilfe der Bevölkerung, aber auch durch die Ermittlungen der Polizei, konnten 112 (77) dieser Unfälle geklärt werden. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von über 40 Prozent.

Der derzeit anhaltende Trend zu mehr Fortbewegung, insbesondere das Radfahren, wirkt sich auch auf die Unfallzahlen mit beteiligten Radfahrern aus. Diese stiegen nach einem Rückgang 2013 jetzt wieder an.

Insgesamt ist die Polizeiinspektion Mühldorf mit der allgemeinen Unfallentwicklung zufrieden. Sie wird auch weiterhin durch verschiedene Maßnahmen ihren Beitrag zur Senkung der Unfallzahlen leisten. Als Beispiele im präventiven Bereich seien hier Aufklärungsaktionen für Radfahrer, Junge Fahrer und Senioren genannt, repressiv werden wie im vergangenen Jahr Kontrollaktionen mit den Schwerpunkten Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen, Gurt sowie Handybenutzung durchgeführt.

Pressemittteilung Polizei Mühldorf am Inn

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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