Drei Brennpunkte mit hoher Unfallgefahr

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Mühldorf - 695 Unfälle im Raum Mühldorf - das ist die Bilanz der ersten sechs Monate 2012. Im Vergleich zum Vorjahr ist das aber ein leichter Rückgang.

Im ersten Halbjahr 2012 ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der PI Mühldorf 695 (im Vorjahr: 708) Unfälle, die sich in 110 (116) Unfälle mit Personenschaden, 156 (171) Unfälle mit schwerem Sachschaden und 429 (421) Kleinunfälle, davon allein 256 Wildunfälle, aufgliedern. Bei diesen Unfällen wurde eine Person getötet (wie im Vorjahr), 118 (144) leicht verletzt und wiederum 32 (32) schwer verletzt.

Insgesamt gesehen hat sich damit die negative Entwicklung aus dem Vorjahr bisher nicht fortgesetzt. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob sich der langjährige positive Trend fortsetzt und das Jahr 2011 nur ein „einmaliger negativer Ausrutscher“ war.

Die Statistiken zur Unfallbilanz:

Zu viele Crashs für ein Halbjahr

Einer der Bausteine der polizeilichen Verkehrsüberwachung sind auch Alkoholkontrollen. In elf Fällen führten Alkoholfahrten zu Unfällen (ebenso wie im Vorjahr), 53 (65) Fahrten verliefen folgenlos, zumindest wurden keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Für den Fahrer selbst bleiben solche Fahrten natürlich nicht ohne Folgen, je nach Promillegehalt musste der Führerschein abgegeben und empfindliche Geldstrafen gezahlt werden.

Brennpunkte des Unfallgeschehens zeichnen sich folgende Strecken ab:

1. Kreuzung Gemeindeverbindungsstraße Holzeim - Schicking/Schickinger Straße, sog. „Zimmermannkreuzung“ im Gemeindebereich Ampfing. Hier ereigneten sich aufgrund der schlechten Sichtbeziehungen bereits wieder drei (gesamtes letztes Jahr fünf) Vorfahrtsunfälle mit zwei schwer und einer leicht verletzten Person.

2. Einmündung Autobahnzubringer zur Anschlussstelle Mühldorf-West in die St 2550 (vormals B 12), Gemeindebereich Mettenheim. Hier waren bis gestern (18.07.12) zwei Verkehrsunfälle zu verzeichnen (die Anzahl erhöhte sich allerdings beim Schreiben dieses Artikels um einen weiteren Unfall).

3. In der Stadt Mühldorf die Kreuzung Altöttinger Straße/Brückenstraße/Mainstraße mit zwei Abbiege- und einem Vorfahrtsunfall. Im letzten Jahr ereigneten sich hier fünf Unfälle.

Polizei sucht nach Lösungen

Im Rahmen der Unfallkommissionsarbeit werden hier bereits Lösungen gesucht, polizeilicherseits werden diese Strecken bereits intensiv mit Radar- und Laserkontrollen überwacht.

Mit Sorgen beobachtet die Polizei Mühldorf die Entwicklung bei den Radfahrerunfällen. Hier ist ein sprunghafter Anstieg von 21 auf 31 Unfälle zu verzeichnen, was einen Anstieg von 47 % bedeutet. Bei diesen Unfällen wurden insgesamt 30 (22) Personen verletzt, acht (drei) davon schwer. In 19 Fällen waren die Radfahrer Mitverursacher durch ihr falsches Verhalten im Straßenverkehr.

Häufigste Ursachen waren Missachtung der Vorfahrt und Benutzung von Geh- und Radwegen in der falschen Richtung. Hier wird die Polizei natürlich nicht tatenlos zusehen. In den nächsten Wochen werden deshalb verstärkte Kontrollen durchgeführt und auffällige Radfahrer zu Kasse gebeten.

Weiterhin wird voraussichtlich am 08.09.12 auf dem Mühldorfer Stadtplatz eine größere Aufklärungsaktion bezüglich des richtigen Verhaltens von Radfahrern im Straßenverkehr, in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht und dem ADFC, durchgeführt. Nähere Details werden zeitnah berichtet.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Mühldorf

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © Barth

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