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Kontrollen in Mühldorf und Töging

Bundespolizei stoppt drei per Haftbefehl gesuchte Männer

Mühldorf/Töging am Inn - Bei mehreren Kontrollen am Pfingstwochenende hat die Polizei mehrere per Haftbefehl gesuchte Männer aufgespürt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am Pfingstwochenende vom 8. bis 10. Juni hat die Mühldorfer Bundespolizei drei mit Haftbefehlen gesuchte Straftäter festgenommen. Zwei von ihnen konnten die jeweils geforderte Geldstrafe bezahlen, die dritte Person musste ins Gefängnis.

Am Samstagmorgen haben Fahnder der Bundespolizei Mühldorf an der Anschlussstelle Töging auf der A94 einen Sprinter mit bulgarischer Zulassung gestoppt. Als Insassen stellten sie zwei Bulgaren fest. Bei der Überprüfung der Personalien fanden die Bundespolizisten heraus, dass sowohl gegen den 25-jährigen Fahrer als auch gegen den 29-jährigen Beifahrer jeweils ein Haftbefehl vorlag.

Das Amtsgericht Wiesbaden hatte den Fahrer wegen Erschleichens von Leistungen zu einer Geldstrafe in Höhe von 200 Euro oder ersatzweise Gefängnis von 20 Tagen verurteilt. Da der Mann seine Strafe nicht angetreten hat, fahndete die zuständige Staatsanwaltschaft per Haftbefehl nach ihm.

Der Beifahrer war in der Vergangenheit wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort in Erscheinung getreten, weshalb ihn das Amtsgericht Stuttgart Anfang dieses Jahres zu 1.200 Euro Geldstrafe oder einem Gefängnisaufenthalt von 40 Tagen verurteilte. Da auch er sich seiner Strafe entzog, suchte die Staatsanwaltschaft Stuttgart ebenfalls mit einem Haftbefehl nach dem Bulgaren.

Die beiden Männer konnten die geforderten Geldsummen bezahlen und im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen ihre Reise fortsetzen.

Anders erging es am Pfingstmontag einem 46 Jahre alten Slowaken. Dieser fiel am Vormittag den Mühldorfer Bundespolizisten am Bahnhof Mühldorf auf, als er im augenscheinlich alkoholisierten Zustand mehrere Reisende anpöbelte. Bei der Überprüfung seiner Personalien schlug der Polizeicomputer Alarm. Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden suchte den Mann wegen Diebstahls. Das Amtsgericht Rastatt hatte den slowakischen Staatsangehörigen im Februar 2019 zu einer Geldstrafe in Höhe von 600 Euro verurteilt, die er durch einen 60-tägigen Aufenthalt hinter Gittern hätte abgelten können. Da die Alkoholisierung des 46-Jährigen die polizeilichen Maßnahmen erschwerte, nahmen ihn die Bundespolizisten auf die Dienststelle des Bundespolizeireviers Mühldorf.

Der durchgeführte Alkoholtest ergab einen Wert von weit über zwei Promille. Die Geldstrafe konnte der Slowake nicht bezahlen. Ein hinzugezogener Arzt bestätigte die Haftfähigkeit des Verurteilten. Die Bundespolizei lieferte den Mann anschließend in eine Justizvollzugsanstalt ein, wo er die nächsten 60 Tage seine Freiheitsstrafe absitzen muss.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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