Schleuser muss ins Gefängnis

München/Rosenheim - Ermittlern der Rosenheimer Bundespolizei ist es gelungen, einem Albaner mehrere Schleusungsfahrten nachzuweisen. Jetzt muss er ins Gefängnis.

Am Montag, 27. August, wurde der 29-Jährige vom Münchner Amtsgericht wegen gewerbsmäßiger Schleuserei zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Festnahme des Schleusers im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Im März dieses Jahres zogen Fahnder der Weilheimer Bundespolizei auf der B2 bei Mittenwald einen in Italien zugelassenen Pkw aus dem Verkehr. Im Wagen befanden sich vier Personen. Fahrzeugführer war ein gebürtiger Albaner mit italienischem Ausweis. Seine drei Mitfahrer konnten sich überhaupt nicht ausweisen. Sie gaben an, aus dem Irak zu stammen und zwischen 17 und 20 Jahre alt zu sein.

Während die unerlaubt eingereisten Iraker an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet wurden, ging es für den Fahrer auf richterliche Anordnung hin zunächst in Untersuchungshaft. Er wurde der Schleuserei beschuldigt. Die Ermittlungen der zuständigen Bundespolizeiinspektion in Rosenheim brachten ans Licht, dass er in mindestens fünf Fällen insgesamt 16 irakische Staatsangehörige von Italien aus nach Deutschland gebracht hatte. Für seine illegalen Beförderungsdienste kassierte der Mann mehrere tausend Euro.

Das Amtsgericht München verurteilte den Albaner nun wegen gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern. Von dem ihm nachgewiesenen Schleuserlohn in Höhe von 4.500 Euro wird er nichts haben, da dieser Betrag voraussichtlich zu Gunsten der Staatskasse eingezogen wird. Auch das Schleuserfahrzeug, ein Wagen der A-Klasse von Mercedes, unterliegt laut Urteilsspruch der Einziehung. Der Verurteilte wird allerdings in der nächsten Zeit auch kein Auto mehr brauchen, weil er die verhängte zweieinhalbjährige Freiheitsstrafe abzusitzen hat.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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