Mutmaßliche türkische Schleuser gestoppt

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Oberaudorf - Eine syrische Familie fand am Freitag bei der Bundespolizei wieder zusammen. Schleuser hatten die fünf Personen aufgeteilt und in Deutschland regelrecht "ausgesetzt".

Nachdem Rosenheimer Schleierfahnder zwei türkische Männer auf der A93 bei Oberaudorf mit einer 25-jährige Frau und einem einjährigen Kind gestoppt hatten, erhielt die Polizei einen Anruf. Ein aufmerksamer Anwohner meldete sich, da ihm in Bad Feilnbach ein Mann mit seinen zwei kleinen Kindern aufgefallen war.

Wie sich herausstellte, handelte es sich um den Ehemann der syrischen Staatsangehörigen, die kurz zuvor auf der Autobahn in Gewahrsam genommen worden war. Der 32-jährige Vater schilderte, dass er mit seinen beiden Kindern im Alter von vier und sieben Jahren im Ortsgebiet von Bad Feilnbach aus dem Fahrzeug mit italienischen Kennzeichen aussteigen musste. Anschließend habe der unbekannte Schleuser die drei dann mitten in der Nacht einfach zurückgelassen.

In Rosenheim konnte die fünfköpfige Familie bei der Bundespolizei wieder zusammengeführt werden. Keiner der beiden Elternteile hatte ein Visum oder eine sonstige Aufenthaltserlaubnis für Deutschland. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mir ihren drei Kindern einer Aufnahmeinrichtung für Flüchtlinge in München zugeleitet. Die festgenommen Türken, 28 und 32 Jahre alt, wurden auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen. Sie verbrachten auch das Neujahrsfest hinter Gittern. Gegen sie und den unbekannten Fahrer des anderen Fahrzeugs ermittelt die Rosenheimer Bundespolizei wegen der Einschleusung von Ausländern.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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