Mutmaßlicher Schleuser gefasst

Rosenheim/A8 - Mehrere tausend Euro zahlte ein türkisches Ehepaar für die Einschleusung nach Deutschland. Die Fahnder stoppten das Auto auf der A8.

Fahnder der Freilassinger Bundespolizei zogen den Pkw mit österreichischer Zulassung am Montag, den 29. August, auf Höhe Piding aus dem Verkehr. Lediglich der Fahrzeugführer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Seine zwei Mitfahrer hatten keine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um eine 30-jährige Türkin und ihren gleichaltrigen Ehemann. Dieser erklärte, kurdischer Abstammung zu sein und in seiner Heimat verfolgt zu werden. Für die Schleusung aus der Türkei habe er mehrere tausend Euro an eine Schlepperorganisation zahlen müssen. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei erfolgte der Transport bis Österreich in einem Lastkraftwagen. Offenbar stieg das Paar in Graz in das Auto ihres 32-jährigen Landsmannes, der für die weitere Fahrt über 500 Euro verlangt hatte.

Die Beamten zeigten das Ehepaar wegen unerlaubter Einreise an und leiteten es an eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge weiter. Gegen ihren Fahrer ermittelt die Bundespolizei wegen Einschleusens von Ausländern. Er konnte inzwischen die Rückreise nach Österreich antreten, musste jedoch auf Anordnung der Traunsteiner Staatsanwaltschaft 1.800 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren hinterlegen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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