Mutmaßlicher Schleuser stellt sich

Rosenheim - Die Bundespolizei hat am Samstag einen mutmaßlichen Schleuser ins Gefängnis eingeliefert. Der Gesuchte hatte sich zuvor freiwillig gestellt.

Dem belgischen Staatsangehörigen wird die Einschleusung mehrerer Personen vorgeworfen. Bereits im August des vergangenen Jahres hatten Rosenheimer Bundespolizisten den Belgier gefasst. Er war beschuldigt worden, sechs Türken, unter ihnen drei Minderjährige, mit einem Auto über die A 8 nach Deutschland geschleust zu haben. Aus der Haftanstalt in Stadelheim wurde er gegen Auflagen, darunter eine Kaution in Höhe von 6.000 Euro, entlassen. Der Ladung zur Verhandlung kam er allerdings zweimal nicht nach und entzog sich jeweils dem Strafverfahren. Auf Antrag der Traunsteiner Staatsanwaltschaft verhängte das Amtsgericht Rosenheim gegen den 47-Jährigen daher einen Haftbefehl.

Offenbar bereitete das ausstehende Verfahren dem Gesuchten dann doch Kopfzerbrechen und so suchte er den Rat des ihm noch bekannten Pflichtverteidigers. In dessen Rosenheimer Kanzlei konnte die Bundespolizei den Mann wenig später festnehmen, nachdem dieser sich freiwillig gestellt hatte. Auf richterliche Anordnung hin wurde er in Untersuchungshaft genommen. Im Gefängnis wartet er nun auf seine erneut angesetzte Verhandlung, der er diesmal wohl nicht so leicht fernbleiben kann.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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