Nach der Wiesn: Massenschlägerei in Regionalbahn

Rosenheim/Kiefersfelden - Bereits am Samstagabend ist es in einer Regionalbahn Richtung Kufstein zu einer schweren Schlägereien zwischen zwei Jugendgruppen gekommen. Mindestens eine Person wurde schwer verletzt.

Auf der Fahrt Richtung Kufstein war es zunächst zu verbalen Attacken zwischen zwei Jugendgruppen gekommen. Gegen 20.55 Uhr eskalierte die Situation auf Höhe Kiefersfelden schließlich und die rund 20 Personen gingen aufeinander los. Bei der Schlägerei wurde mindestens ein Jugendlicher mit einer Bierflasche im Gesicht schwer verletzt.

Die Bundespolizei hat jetzt die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise.

Nach bisherigen Ermittlungen schlug einer der Kontrahenten einem 20-jährigen Österreicher eine Bierflasche ins Gesicht. Der junge Mann wurde dabei schwer verletzt und mit einer stark blutenden Wunde ins Krankenhaus Kufstein gebracht. Der Zugbegleiter verständigte sofort die Polizei. Beim Eintreffen der Beamten der Bundespolizei sowie der Polizei Kiefersfelden und Brannenburg, hatten sich die meisten Beteiligten aber bereits entfernt.

Die Bundespolizei konnte bislang einen Tatverdächtigen ermitteln: Der wegen mehrerer Gewaltdelikte polizeibekannte 26-jährige Deutsche steht in Verdacht, mit der Flasche zugeschlagen zu haben. Aufgrund weiterer abgebrochener Flaschen und zahlreicher Blutspuren im Zug ist nicht auszuschließen, dass es weitere Verletzte gab.

Alle Beteiligten waren dem Anschein nach erheblich angetrunken. Der betrunkene Geschädigte zeigte sich im Krankenhaus recht aggressiv. Nachdem seine Nasenbeinfrakturen, die Risse am Ohr und sämtliche Kratzwunden am Hals erstversorgt waren, verließ der Bursche gegen ärztlichen Rat das Krankenhaus.

Der Zug wurde wegen der starken Verschmutzung durch Blut und Scherben in Kiefersfelden ausgetauscht. Die friedlichen Reisenden mussten knapp eine Stunde auf einen Ersatzzug warten.

Zur Klärung des Sachverhalts bittet die Bundespolizei die Bevölkerung um Unterstützung. Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Rosenheim (Tel. 080 31 / 80 26 21 02) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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