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Notdurft in Plastiktüte: Reise für 13.000 Dollar

Rosenheim - Zwei Iraker mussten während ihrer Einschleusung von der Türkei nach Deutschland einiges durchmachen - und zahlten dafür 13.000 Dollar.

Am Donnerstag, den 9. Februar, hat die Bundespolizei zwei irakische Staatsangehörige am Rosenheimer Bahnhof in Gewahrsam genommen. Nach ihren Schilderungen mussten sie für tausende Dollar einiges durchmachen. Die Bundespolizei ermittelt.

Bundespolizisten trafen in der Schalterhalle des Rosenheimer Bahnhofs auf zwei Männer, die sich nicht ausweisen konnten. Eigenen Angaben zufolge handelte es sich um Iraker im Alter von 25 und 35 Jahren. Sie mussten etwa eine Woche auf der Ladefläche eines Lkw zwischen Kartons zubringen. Aussteigen durften sie nicht. Für die Notdurft wären ihnen lediglich Plastiktüten zur Verfügung gestanden. Am frühen Donnerstagmorgen seien sie nahe Rosenheim abgesetzt worden. Ein bis zwei Stunden hätte dann ihr Fußmarsch bis zum Bahnhof gedauert. Sie berichteten, dass dieser unmenschliche Transport aus der Türkei für jeden 13.000 Dollar gekostet hätte.

Die Bundespolizei hat gegen den unbekannten Schleuser die Ermittlungen aufgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Iraker einer Münchner Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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