Polizei schnappt 34 Illegale

Oberaudorf/Bad Aibling - Viel Arbeit hatte die Bundespolizei am Wochenende. Insgesamt 34 Illegale und mehrere Schleuser blieben im Netz der Beamten hängen.

Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Sonntag (4. August) auf der Inntalautobahn einen mutmaßlichen Schleuser aus Schweden mit sechs unerlaubt eingereisten Syrern im Auto gestoppt. Zuvor haben die Fahnder kurz nach dem Inntaldreieck in einem Reisebus vier Afrikaner und einen Afghanen wegen illegaler Einreise festgenommen. Drei von ihnen versteckten ihre falschen Dokumente. Über das Wochenende verteilt hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim insgesamt 34 ausländische Personen ohne Aufenthaltspapiere für Deutschland in Gewahrsam genommen.

Ein Schwede beförderte sechs Syrer

Auf der A 93 zogen Bundespolizisten nahe Oberaudorf einen in Schweden zugelassenen Mietwagen aus dem Verkehr. Der Fahrer, ein 29-jähriger Schwede syrischer Abstammung, beförderte eine Frau und fünf Männer. Diese stammten nach eigenen Angaben alle aus Syrien. Ausweisen konnten sich die 21- bis 27 Jährigen nicht. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge hatten sich alle sechs für einen Schleuserlohn von 4.000 Euro pro Person einer Schlepperorganisation anvertraut. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet. Ihr Fahrer stritt ab, mit einer Schleusung etwas zu tun zu haben. Die Mitnahme sei aus reiner Gefälligkeit erfolgt. Auch hätten die mehreren tausend Euro Bargeld, die er mitführte, keinesfalls einen Bezug zu diesem Fall. Der zuständige Ermittlungsrichter ordnete an, den Schweden in Untersuchungshaft zu nehmen.

Vier Minderjährige und ein Ghanaer mit gefälschten Papieren

Auf Höhe Bad Aibling überprüften Fahnder der Bundespolizei an der A 8 die Insassen eines Reisebusses aus Italien. Für drei Somalierinnen, jeweils 16 Jahre alt, einen 17-jährigen Afghanen und einen 49-Jährigen aus Ghana war die Reise mit der Kontrolle beendet. Der Afrikaner wies sich mit einer abgelaufenen italienischen Aufenthaltserlaubnis aus. Er musste mit einer Anzeige wegen illegaler Einreise im Gepäck das Land wieder verlassen. Dagegen wurden die Jugendlichen aus Afghanistan und Somalia an die Münchner Flüchtlingsstelle weitergeleitet. Sie hatten keine Ausweise dabei – zumindest keine echten. Als die Beamten die drei 16-Jährigen durchsuchten und ihre Plätze im Bus unter die Lupe nahmen, fanden sie versteckte italienische Papiere – alle gefälscht. Eine der somalischen Staatsangehörigen gab an, dass ihr die Schleusung einschließlich der Fälschung 6.000 Dollar gekostet hätte. Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen. 

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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