Mit falschen Pässen auf Reisen

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Oberaudorf - Die Bundespolizei hatte am Wochenende einen besonders guten Riecher. Insgesamt nahm sie über 20 Illegale fest!

Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Wochenende (23./24. Februar) über 20 unerlaubt eingereiste Personen in Gewahrsam genommen. Unter ihnen befanden sich auch drei Afrikaner, die sich den Aufenthalt in der Bundesrepublik mit gefälschten Papieren erschwindeln wollten. Auf der Inntalautobahn fand ihre Busfahrt Richtung München ein vorzeitiges Ende. Fahnder der Bundespolizei zogen auf der A93 einen italienischen Reisebus aus dem Verkehr. Nahe Oberaudorf wurden die Fahrgäste einer Kontrolle unterzogen. Zwei Somalier, 23 und 31 Jahre alt, sowie ein 32-jähriger Eritreer versuchten, die Beamten mit gefälschten italienischen Ausweisen und Aufenthaltsgenehmigungen hinters Licht zu führen – vergeblich! Die Bundespolizisten erkannten die Fälschungen und ließen die drei in den Polizeiwagen umsteigen.

Das sollte ihre vorerst letzte gemeinsame Fahrt sein, denn nach Ankunft in der Rosenheimer Dienststelle gingen sie getrennte Wege. Während der eine somalische Staatsangehörige vorerst einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet wurde, musste der andere auf richterliche Anordnung hin mit der Bernauer Haftanstalt vorliebnehmen. Er wird sich voraussichtlich schon bald wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise vor Gericht verantworten müssen. Vorab hatte er bereits 200 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren zu hinterlegen.

 Für den Mann aus Eritrea ordnete das Rosenheimer Amtsgericht ebenfalls einen Gefängnisaufenthalt an. Die Haft dient dazu, seine Zurückschiebung nach Norwegen sicherzustellen. Wie sich herausstellte, hatte er dort in der Vergangenheit Asyl beantragt. Über das gesamte Wochenende verteilt stellte die Rosenheimer Bundespolizei 21 Personen fest, die für einen Aufenthalt in Deutschland nicht die erforderlichen Papiere dabei hatten. Sieben reisten mit dem Zug, 14 mit dem Auto beziehungsweise dem Bus unerlaubt über die deutsch-österreichische Grenze ein. Sie stammten aus ganz unterschiedlichen Ländern, wie etwa Albanien, Serbien, Indien, Pakistan, Afghanistan, dem Iran, Ghana, Somalia, Eritrea oder Nigeria.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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