Taxifahrt nimmt unerwartetes Ende

Oberaudorf - Damit hat ein italienischer Taxifahrer sicher nicht gerechnet: Die Bundespolizei nahm alle seine ausländischen "Fahrgäste" auf der Inntalautobahn fest.

Damit hat ein italienischer Taxifahrer sicher nicht gerechnet: Die Bundespolizei nahm am Dienstag, den 5. März, alle seine Fahrgäste auf der Inntalautobahn fest. Das bezahlte Entgelt für die Reise von Mailand nach München wurde außerdem eingezogen. Der Beförderungsunternehmer geriet selbst ins Visier der Rosenheimer Fahnder. Er wird sich wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

Nahe der Anschlussstelle Oberaudorf unterzogen Rosenheimer Bundespolizisten die Insassen eines in Italien zugelassenen Taxis einer Kontrolle. Der Mailänder Fahrzeugführer konnte sich im Gegensatz zu seinen Kunden ausweisen. Eigenen Angaben zufolge handelte es sich um drei syrische Staatsangehörige im Alter von 20, 23 und 27 Jahren. Sie erklärten, dass die Taxifahrt die letzte Etappe einer wochenlangen Schleusung war. Für ihre Flucht von Syrien nach Deutschland hätten sie pro Person insgesamt mehrere tausend Euro zahlen müssen.

Der Taxifahrer gab an, für die geplante Tour nach München 1000 Euro verlangt zu haben. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei wurde ihm die Fahrt nach Deutschland allerdings nicht von einer Taxizentrale vermittelt. Seine Einnahmen wurden inzwischen sichergestellt und eingezogen. Die Beamten gehen von einer organisierten Schlepperfahrt aus. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die Syrer der Aufnahmestelle für Flüchtlinge im München zugeleitet werden. Dagegen wurde der 42-jährige Italiener am Mittwoch beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Der Ermittlungsrichter ordnete die Untersuchungshaft an.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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